Gemeinderat schnürt Vier-Millionen-Euro-Etat - Verschuldung gering halten
Viele Altlasten bewältigen

Lokales
Krummennaab
28.04.2015
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Gut vier Millionen Euro stehen der Gemeinde im laufenden Jahr für ihre Aufgaben zur Verfügung. Kämmerer Bernhard Frummet wies dem Vermögenshaushalt 2 029 572 Euro zu, im Verwaltungshaushalt sind 1 924 331 Euro eingestellt. Die allgemeine Rücklage beträgt 280 000 Euro.

Seinen Ausführungen im Gemeinderat schickte Frummet vorweg, dass die Steuerkraft je Einwohner auf 461,28 Euro zugenommen habe. Das gilt jedoch auch für die Verbindlichkeiten der Kommune, die insgesamt 957 442 Euro betragen, weshalb die Pro-Kopf-Verschuldung bei 647,36 Euro liegt. Positiv hob er hervor, dass im abgelaufenen Jahr keine Kassenkredite in Anspruch genommen werden mussten.

Häppchenweise Mittel

Mit die wichtigste Einnahmequelle sind die Wasser- (1,30 Euro pro Kubikmeter) und Abwassergebühren (1,70 Euro). Die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer werden mit 330 von Hundert angesetzt. Über den Einkommensteueranteil erwartet Frummet 556 000 Euro, durch Schlüsselzuweisungen 594 000 Euro. Als Investitionspauschale weist der Kämmerer 144 000 Euro aus. Zwar beläuft sich der Zuschuss der Städtebauförderung auf 1 104 000 Euro, die jedoch laut Bürgermeister Uli Roth häppchenweise nach getaner Investition ausbezahlt werden. Zum Ausgleich des Etats ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 364 469 Euro vorgesehen, für planmäßige Tilgungen 170 000 Euro.

Bürgerpark und Friedhof

Im Vermögenshaushalt beläuft sich der Ansatz für ein neues Feuerwehrauto auf 40 000 Euro. Die Dachbodenisolierung für die Grundschule wird mit 20 000 veranlagt. Für die Verlagerung des Spielplatzes Scheibe sind 15 000 Euro, für die Anschaffung eines Spielgerätes für den Campingplatz 13 000 Euro kalkuliert. Ein großer Punkt ist die Städtebausanierung. Hier rechnet Frummet mit 1 043 300 Euro für den Bürgerpark und die Eingrünung. Der Alte Friedhof schlägt mit 448 700 Euro zu Buche. Investiert wird zudem in die DSL-Erschließung in Thumsenreuth (24 000 Euro) und in die Friedhöfe (6000 Euro).

Alle Sprecher der Fraktionen dankten Kämmerer Bernhard Frummet für die Erstellung des Zahlenwerks. Angesichts der Maßnahmen, die viel Geld kosten, mahnte Jakob Gallersdörfer (CSU), darauf zu achten, günstige Varianten zu finden. Dem schloss sich Herbert Mattes (Freie Wähler) an: "Vor der Haustür warten viele Altlasten, die bewältigt werden müssen." Er forderte vor allem vernünftige Lösungen, um die Pro-Kopf-Verschuldung so gering wie möglich zu halten.

"In Krummennaab tut sich was", meinte SPD-Sprecher Max Sieder im Hinblick auf die geplanten Investitionen. Besonders freue es ihn, dass der DSL-Ausbau sowie das Großprojekt Seltmann-Brache fast komplett abgeschlossen werden können.
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