Genossen unter Strom

Swen Hansen und Mario Fürst (von links), die geschäftsführenden Vorstände der DeBE, informierten über Beteiligungsmöglichkeiten bei der regionalen Stromerzeugung. Bild: den
Lokales
Krummennaab
11.05.2015
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Rund 40 Personen waren der Einladung der Deutschen BürgerEnergie eG (DeBE) aus Nürnberg ins Schützenhaus gefolgt. Die beiden geschäftsführenden Vorstände der DeBE, Mario Fürst und Swen Hansen, stellten das Projekt Freiflächen-Photovoltaikanlage "Bürger-Solarpark Thumsenreuth" vor.

Die Firma Phlegonsolar errichtet aktuell auf dem ehemaligen Steinbruchgelände "Dürrer Schlag" eine Anlage mit 3,036 MW Leistung, eine der größten Photovoltaikanlagen im ganzen Landkreis Tirschenreuth. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stand zunächst der genossenschaftliche Grundgedanke, die Organisationsstruktur der DeBe und deren aktuelles Rating.

Mario Fürst betonte, dass gerade Genossenschaften mit ihren Anlageprojekten sehr insolvenzsicher seien. Jeder Bürger könne sich durch ein "Energiepaket" im Wert von 1050 Euro direkt beteiligen. Mit solch einem Geschäftsanteil sei eine Mindestmitgliedschaft von fünf Jahren verbunden. Der eingelegte Betrag verteilt sich auf 500 Euro, die als Geschäftsanteil der Genossenschaft gewertet werden, auf die eine Dividende möglich wäre. Weitere 500 Euro kämen einem Nachrangdarlehen an die Genossenschaft mit aktuell vier Prozent Verzinsung gleich. Ein Betrag von 50 Euro gilt als eine Art Eintrittsgeld, welches als zusätzliche Kapitalrücklage gewertet wird.

Jeder Bürger könne maximal 100 Anteile erwerben. Aktuell seien rund 300 Einzelmitglieder in der Genossenschaft, die eine Gesamtbilanzsumme von rund zwei Millionen Euro zeichnen. Das Investitionskapital der DeBE liege aktuell bei rund zwölf Millionen Euro, durchweg in Projekte mit regenerativer Energie.

Bürgermeister Uli Roth lobte das vorgestellte Konzept. Es passe sehr gut zum ambitionierten Energiekonzept der Gemeinde. Jeder Bürger könne so indirekt ein Stück zur Umsetzung der Energiewende verbunden mit höherwertigen Zielen wie CO2-Einsparung und Klimaschutz beitragen. Roth sagte, die Gemeinde Krummennaab könne nach Fertigstellung des Bürgersolarparks mehr als dreimal soviel Strom aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung stellen, wie jährlich im gesamten Gemeindegebiet verbraucht würde.

Jeder Interessent erhielt vor Ort eine Infomappe. Auch über das Internet kann sich jeder potenzielle Genosse eingehend informieren.
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