Helles Licht in dunkle Tage

Kirchenpfleger Heinz Kraus überreichte im Namen der Quersinger-Damen ihrer Chorleiterin Angelika Hederer als Dankeschön einen Blumenstrauß. Bild: den
Lokales
Krummennaab
11.11.2014
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Zither, Hackbrett, Kontrabass - dazu klare Stimmen. Das waren die Zutaten eines gelungenen Konzerts mit dem Titel "Novembertöne". Dem Publikum hat's gefallen, die Musiker dankten für den Applaus mit einer furiosen Zugabe.

Mit ihren hellen und klaren Stimmen brachten die Quersinger Licht in die dunklen Tage, die "Novembertöne". So auch der Titel ihres Konzerts, bei dem sie der Zitherclub aus Erbendorf unter der Leitung von Veronika Hille und die Querbläser unter der Leitung von Werner Hederer unterstützten.

Im herbstlich dekorierten Gotteshaus begrüßte Kirchenpfleger Heinz Kraus die Zuhörer. Die Kirche war ganz in Kerzenlicht getaucht und erst mit den ersten Tönen der Quersinger, den eigens komponierten "Novembertönen", erstrahlte sie immer heller. Moderatorin Margit Ringer führte durch das Programm. Die Querbläser, zwei Posaunen und zwei Trompeten, hatten sich auf der Empore platziert und ließen von oben "Trumpet tune II" erklingen. Die Quersinger antworteten mit "Gott schaut in dein Herz", dazu spielten auch Schlagzeug, Bass, Klavier und Querflöte.

"Wir schwingen alle mit"

Mit "Klänge aus der Steiermark" eröffnete der Zitherclub. Margit Ringer mischte sich danach unter die Sängerinnen im Altarraum und wollte wissen, wie die Chorleiterin Angelika Hederer denn so zu ihren Damen ist. "Die hat Schwung und dann schwingen wir halt alle mit", so das Fazit ihres Chores. Rudolf Arndt aus Grötschenreuth verlas das Gedicht "Herbstlichter", dem der Zitherclub mit Hackbrett, Kontrabass, Akkordeon und Gitarre das "Herbstmenuett" folgen ließ. Bei einem "Interview" mit Leiterin Veronika Hille erfuhr Ringer, dass für die Stubnmusi jetzt die Hochsaison beginne. Die Quersinger brachten gefühlvoll "Ich traue auf dich" zu Gehör. Die Querbläser zeigten ihre Kunst bei einem Gigue, einem lebhaften Tanz aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Schon fast ein Klassiker der Quersinger ist ihr "Shine your light", weitere Klassiker sind die Hits des Austropop-Trios STS. Der Zitherclub spielte gekonnt "Irgendwann bleib i dann durt" und "Wunder meiner Seligkeit".

Wie die Quersinger zu ihren Liedern kommen? Beim Einkaufen! Tochter Verena hat den Text einer Liedzeile im Kopf, Mama und Chorleiterin Angelika komponiert dazu einfach so die Melodie. Heraus kommt eine "Brise Glück". Von der Neuzeit sprangen die Querbläser zurück in den Barock und spielten ein "Rondo from The Faeri Queen". Für Gänsehaut sorgte "The Rose", dazu nahm Hederer am Klavier Platz und dirigierte von hier aus ihre Damen. Arndt sinnierte anschließend über den "Kirschbaum" und erntete dafür Beifall.

Groovende Damen

Mit Stubnmusi hat Peter Maffay wahrscheinlich nichts zu tun, trotzdem oder gerade deswegen nahm sich der Zitherclub seines Hits "Ich wollte nie erwachsen sein" an. Dazu holten sie sich die Querflöte als Gastinstrument. Die Querbläser gingen in der Zeit wieder etwas zurück bis zu einem stimmungsvoll gesetzten "Yesterday". In Gospelmanier groovten die Damen dann "I will sing of the mercy of the Lord".

Die Damen an Zither und Hackbrett holten die Zuhörer wieder zurück in die Heimat und zwar mit einem "Bayrischen". Doch die Quersinger setzten mit "May the Lord send angels" gerne einen drauf. Einstimmig begonnen, wechselten die Sängerinnen in die Dreistimmigkeit. Höfische Musik aus der Zeit Heinrichs VIII., angeblich hat er das Stück sogar selbst geschrieben, setzten die Querbläser perfekt um: "Pastime with a Good Company". "Mit meinem Lied will ich dich loben", verabschiedeten sich die Quersinger.

Allerdings forderten die Zuhörer eine Zugabe. Dazu kamen alle Musiker zu einem wahrlichen "Finale furioso" zusammen und sangen und spielten gemeinsam mit dem Publikum die irischen Segenswünsche. Als Überraschung überreichte Heinz Kraus zum Abschluss im Namen der Quersinger-Damen einen Blumenstrauß an ihre Chorleiterin Angelika Hederer. (Hintergrund)
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