Investition von rund 3,4 Millionen Euro: Schon im April soll bei Thumsenreuth die Sonne Energie ...
Vom alten Steinbruch zum nagelneuen Solarpark

Sie schaufeln für den wirtschaftlichen und ökologischen Erfolg: (von links) Eduard Punzmann, Richard Schreiber, Wolfgang Trippel, Richard Mark, Mario Fürst, Bürgermeister Uli Roth, Werner Fischer und Günther Stich. Bild: den
Lokales
Krummennaab
19.03.2015
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Eigentlich wollten die Gäste anlässlich des Spatenstichs für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit der Sonne um die Wette strahlen. Daraus wurde zunächst aber nichts. Bedeckter Himmel konnte die sichtlich gute Laune aller Projektbeteiligten aber nicht trüben. Auf dem sechs Hektar großen Gelände des ehemaligen Steinbruchs "Dürrer Schlag" entsteht nach gut drei Jahren Vorplanung ein Solarpark mit 3,6 Megawatt Jahresleistung, der rund 800 Vier-Personen-Haushalte mit regenerativer Sonnenenergie versorgen kann und dabei jährlich 3000 Tonnen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid einspart.

Wolfgang Trippel, Projektleiter der Zeno (ZukunftEnergieNordoberpfalz) mit Sitz in Floß begrüßte die Ehrengäste, unter ihnen die Bürgermeister Uli Roth (Krummennaab) und Günter Stich (Floß, zugleich Zeno-Aufsichtsratsvorsitzender), einige Gemeinderäte und die Vertreter aller beteiligter Firmen. Trippel erinnerte an die Entstehungsgeschichte von der ersten Idee bis zum Spatenstich, dankte allen Akteuren für deren Beharrlichkeit und Durchsetzungswillen.

80 000 Kubikmeter an Erdbewegung (ausgeführt durch die Firma Hartinger aus Tännesberg) seien nötig gewesen sowie diverse Ausgleichsmaßnahmen zugunsten des Naturschutzes. Die Idee hatten die Geschäftsführer der "neusol newenergy" aus Windischeschenbach, die in enger Abstimmung mit dem Grundeigentümer, Baron von Lindenfels, und dem Landschaftarchitekturbüro Fetsch aus Amberg sowie der Gemeinde Krummennaab für die Baugenehmigung im Oktober 2013 sorgten.

Von da an galt es, zahlreiche Verträge unter Dach und Fach zu bringen. Als Generalunternehmer für die Errichtung des Kollektorfeldes fungiert die Firma Phlegon-Solar aus Passau. Deren Geschäftsführer Werner Fischer freute sich, dass lauter bayerische Firmen dieses auf rund 3,4 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt ausführen und so ein gewaltiger Teil an Wertschöpfung in der Region bleibe.

Bürgermeister Uli Roth zeigte sich hocherfreut über die Realisierung des Projekts, das ein weiterer wichtiger Baustein für eine moderne Energie-Politik auf dem Gebiet der Gemeinde Krummennaab sei. Das passe ins ambitionierte Energiekonzept der Kommune, die schon jetzt mehr Strom produziere, als sie verbrauche.

Mario Fürst, Vorstand der "Deutschen BürgerEnergie Genossenschaft" lobte ebenfalls den Mut und die Weitsicht aller Investoren. Er unterstrich, dass regionale Banken die Finanzierung ermöglicht hätten. Alle Bürger könnten sich beteiligen. Am Donnerstag, 23. April, wird es um 19.30 Uhr im Schützenhaus in Thumsenreuth eine Informationsveranstaltung geben.
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