Schöner Sitzungssaal

Lokales
Krummennaab
01.10.2015
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In neuem Gewand präsentierte sich den Krummennaaber Gemeinderäten ihr Sitzungsdomizil. Bis auf ein paar Kleinigkeiten sei die Renovierungsmaßnahme in der oberen Etage des Rathauses abgeschlossen, deren Kosten Bürgermeister Uli Roth auf rund 61 300 Euro bezifferte.

Besonders die beiderseits mit Steintäfelchen eingefasste Frontwand kommt nicht nur optisch gut rüber, das blütenweiße Mittelteil eignet sich hervorragend für bildliche Dokumentationen, was bei der Sitzung in der vergangenen Woche bei zwei Tagesordnungspunkten schon eindrucksvoll demonstriert wurde.

2,40 Euro mehr

Wegen der mit der anstehenden Kläranlagesanierung verbundenen Zahlungsbeiträge für Grundstückseigentümer, beschloss das Gremium, die Neufestsetzung des Quadratmeterpreises für die gemeindlichen Baugrundstücke. Auf 41,90 statt bisher 39,50 Euro wird dieser zum 1. Januar 2016 angehoben. Dies sei erforderlich, weil aus Gründen der Gleichbehandlung auf die bereits verkauften unbebauten Grundstücke entsprechende Verbesserungsbeiträge zukommen werden.

Man habe die Kalkulation im Einklang mit Reuth mit besonderem Augenmaß gemacht, damit die Bauwilligen den Grundstückspreis im Vorhinein besser in ihre Gesamtbaukosten einkalkulieren können, meinte der Bürgermeister. Auf einige Nachfragen zur Kläranlage antwortete Roth, dass er die Bevölkerung im Rahmen einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 26. November, detailliert informieren werde. "Nach dem Abschluss des Gründungsvertrags des Kommunalunternehmens sind wir auf dem besten Weg, auch wenn es länger gedauert hat, als mein Bürgermeisterkollege Werner Prucker und ich anfangs gedacht hatten."

Noch ein Gutachten?

Auch wenn die Gemeinderäte wegen der Notwendigkeit eines erneuten Gutachtens für die "Strukturbegrünung Bürgerpark" übereinstimmend die Köpfe schüttelten, bekräftigte der Bürgermeister, dass man um die Forderung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz nicht umhinkomme. Nach dem Abriss der Porzellanfabrik wurden vor dem Humus-Aufbau im gesamten Seltmann-Areal etwa 9000 Tonnen Recyclingmaterial wieder eingebaut.

Die künftige Nutzung als Bürgerpark setzt im Gesetzestext unter der Rubrik "Boden-Mensch" sensiblere Grenzwerte voraus. Deshalb müssen an vier verschiedenen Messstellen Proben gezogen werden, nach deren Ergebnis kann erst die öffentliche Ausschreibung erfolgen. Für die Beprobung lag dem Gremium das Angebot der Firma Rupp Bodenschutz aus Kulmain vor. Die Kosten in Höhe von 1300 Euro gehören zu den bezuschussbaren Abbruchmaßnahmen, sagte Roth.

Nicht anfreunden konnte sich der Großteil des Gremiums mit der vom Bürgermeister unterbreiteten Möglichkeit, über die Steinwald-Allianz zwei E-Bike-Ladestationen anzuschaffen. Je nach Ausführung würden die mit 60 bis 70 Prozent geförderten Stationen 920 beziehungsweise 1125 Euro kosten. "Für die 400 Euro Gemeindeanteil pro Ladestation kann man eine Menge selbst erledigen", meinte Gemeinderat Rainer Schwingshandl. Schließlich gelte es zu bedenken, dass es sich eigentlich nur um einen Radständer mit angebrachten Steckdosen handele. Die Räte einigten sich schließlich, mit der örtlichen Gastronomie in Verbindung zu treten. Die Freizeitanlage am Thumsenreuther Erlenweiher und der Grandlhof in Krummennaab wurden genannt, denn schließlich könne dort die Wartezeit für die E-Bike-Aufladungen am besten überbrückt werden.

Kreuz wieder wie neu

Thomas und Susanne Ruhland dürfen in Thumsenreuth ihr Wohnhaus erweitern und einen Carport bauen. Verbunden damit ist der Abbruch der Garage und landwirtschaftlicher Nebengebäude. Roth gab zur Kenntnis, dass die Renovierung des Kreuzes im alten Friedhof 1880 Euro gekostet habe und dieses bereits am Waldfriedhof platziert wurde.

Sparschwein gefüllt

Bürgermeister Roth informierte, dass 111 Grundschüler in fünf Klassen verteilt wurden. Die guten Belegungszahlen im Kindergarten drückten den Lohn der zurückliegenden Investitionen aus. Im Januar, wenn auch die Krippe voll sei, werde es wahrscheinlich noch einer weiteren Betreuungskraft bedürfen. Dank sagte Roth der Familie Beer in Thumsenreuth, die mittels Sparschwein in ihrem Dorfladen 531 Euro an Spenden für die Friedhofsbepflanzung gesammelt hatten und den Betrag privat noch beträchtlich aufstockten. Bedauern äußerte der Bürgermeister darüber, dass die Familie Beer im September ihr Geschäft aufgeben musste.
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