Schreinerei in Flammen

Lokales
Krummennaab
30.09.2014
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Großeinsatz für die Feuerwehren der Region. Mehr als 125 Löschkräfte probten in der Schreinerei Meier in Thumsenreuth den Ernstfall. Das "Drehbuch" war reich gefüllt mit den verschiedensten Aufgaben.

Neun Feuerwehren rückten während der Brandschutzwoche gemeinsam zum Einsatz nach Thumsenreuth zur Schreinerei Meier aus. Über 125 Feuerwehrfrauen und -männer aus Grötschenreuth, Siegritz, Wetzldorf, Wildenreuth, Premenreuth, Reuth bei Erbendorf, Röthenbach am Steinwald, Krummennaab und Thumsenreuth testeten ihr Können.

Vermisste suchen

Der neue Kreisbrandmeister Herbert Thurm aus Wildenreuth unterstützte Einsatzleiter Rainer Schwingshandl, Kommandant der Feuerwehr Thumsenreuth, und beobachtete den Ablauf der Einsatzübung. Bürgermeister Uli Roth aus Krummennaab und einige Gemeinderäte waren ebenfalls an die "Einsatzstelle" gekommen und überzeugten sich von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehren im Umkreis. Die Einsatzlage stand nach einer Erkundung der Einsatzleitung schnell fest: Brand in der Lackiererei mit einer vermissten Person in diesem Bereich und einer weiteren Person im Keller hatten absoluten Vorrang. Gleichzeitig waren aber auch die Nachbargebäude, darunter Kirche, Büro- und Ausstellungsgebäude der Schreinerei und mehrere Wohnhäuser vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Bei der Rettung der zwei vermissten Personen kamen Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Wildenreuth und Krummennaab mit schwerem Atemschutz und einer Wärmebildkamera zum Einsatz. Zwei Premenreuther Feuerwehrler erhielten Atemschutzgeräte der Feuerwehr Krummennaab und konnten so mit eingebunden werden. Die Rettung der verletzten Personen aus dem Lackierbereich und dem Keller der Schreinerei gelang. Im Anschluss übernahmen weitere Einsatzkräfte deren Versorgung und Betreuung. Zur gleichen Zeit erfolgte die Wasserversorgung über drei Hydranten und einer etwa 250 Meter langen B-Leitung vom Grenzbach zur Schreinerei. Über ein B-Rohr, fünf C-Rohre zum Schutz der Gebäude und einem C-Rohr im Innenangriff ließ sich der angenommene Brand schnell unter Kontrolle bringen. Zur Ausleuchtung dienten mehrere Flutlichtmasten.

Nach 45 Minuten kam der Befehl "Wasser Halt - Einsatz beendet". Die Aufräumarbeiten und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft benötigten auch noch einige Zeit. In einer Nachbesprechung erfolgte die Analyse der Übung.

Bürgermeister Uli Roth bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren und ihre Bereitschaft zum Dienst am Nächsten, da dies nicht mehr selbstverständlich sei. Als Dankeschön für ihren Einsatz an der Großübung spendierte er die Getränke für die eingesetzten Helfer und Statisten.
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