Soweit die Euros reichen

Mit Plänen und dem Taschenrechner machen sie sich Gedanken über die evangelische Kirche und das Gemeindehaus: (von links): Susanne Haarth, Pfarrer Martin Schlenk, Hans Höllerer, Bürgermeister Uli Roth, Dr. Emil Lehner und Reinhard Naber. Bild: hju
Lokales
Krummennaab
02.05.2015
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Die evangelische Kirche und das Gemeindehaus sollen in die Fläche des Bürgerparks eingebunden werden. Die Dimensionen hängen aber von den knappen Finanzen ab.

Bürgermeister Uli Roth und sein Stellbvertreter Reinhard Naber trafen sich mit Susanne Haarth, Architektin der bayrischen evangelischen Landeskirche, Pfarrer Martin Schlenk, der im Moment unter anderem die Vertretung der evangelischen Kirche in Krummennaab und Thumsenreuth inne hat, sowie Dr. Emil Lehner und Christina Lehner vom Planungsbüro SHL bei der evangelischen Kirche in Krummennaab.

Rollstuhl und Rollator

Hans Höllerer führte die Gruppe durch das Gotteshaus. Wichtig war Haarth, die bereits vor dem kompletten Abbruch der Fabrik schon einmal in der Gemeinde zu Besuch war, ein behindertengerechter Zugang. Dieser könnte an der hinteren linken Seite des Altarraumes verwirklicht werden. Auch ein direkter Zugang für Rollstuhl oder Rollator in das Gemeindehaus und den dortigen Saal wäre denkbar und machbar. Dr. Lehner machte auch den Vorschlag, Fenster in den Saal einzubauen. "Ist der Bürgerpark erst einmal fertig, kann hier ein toller Ausblick auf das Gelände geschaffen werden."

Pfarrer Schenk sprach ganz zukunftsorientiert auch von der Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach anzubringen. Vor allem die Südseite, auf der die Fabrik stand, wird nun von Sonnenlicht geflutet. "Hier kann wirklich etwas Schönes entstehen", so der Pfarrer. "Eine Terrasse könnte ich mir hier auch vorstellen." Ideen hatten der Pfarrer und auch das Planungsbüro einige, aber vieles hängt auch von den finanziellen Mitteln der Kirchengemeinde ab. "Eine Generalsanierung des Gemeindehauses ist aktuell nicht denkbar", so Schlenk.

Die evangelische Kirchengemeinde Krummennaab hat derzeit rund 300 Mitglieder, und nur für diese werden die Mittel pro Kopf berechnet und ausbezahlt. Höllerer erwähnte, dass diese gerade so für die Gottesdienste reichen würden. "Die Gebäude und eventuelle Sanierungen liegen im Bereich der Kirche, das ist eure Baustelle, die Gemeinde kann und will hier nicht irgendetwas entscheiden", so Roth. Er findet allerdings schon, dass immerhin die Einbindung des Außenbereiches der Kirche und des Gemeindehauses in den Bürgerpark finanziell machbar wäre.

Entscheidung Ende 2015

Haarth wies darauf hin, dass erst einmal die weitere Nutzung des Gemeindehauses geklärt werden müsse. "Ist dies geschehen können wir über alles weitere sprechen." Mit einer Entscheidung der weiteren Planungen durch die Landeskirche könne die Gemeinde Krummennaab bis Ende des Jahres rechnen.
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