SPD zeichnet beim Parteitag Ortsvereine für ihren Einsatz gegen den Mitgliederschwund aus
Nur nicht unter 3000

Zeichen gegen den Mitgliederschwundes: Uli Grötsch (links) und Annette Karl (rechts) zeichneten Ortsvereine mit vielen Neuaufnahmen aus. Bild: stg
Lokales
Krummennaab
15.07.2015
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Der SPD-Unterbezirk macht sich Sorgen um den Nachwuchs. Um den Bestand zu sichern, zeichnete Vorsitzender Ulli Grötsch beim Parteitag (wir berichteten) Ortsvereine aus, die sich bei der Mitgliederwerbung hervorgetan haben.

Grötsch stellte heraus, dass der Unterbezirk relativ gut dastehe: Er ist der größte der Oberpfalz und der zweitgrößte in Bayern. "Wir haben aber auch Probleme, die alle Parteien haben", sagte Grötsch. Aktuell zähle der Unterbezirk 3034 Mitglieder. 163 Eintritten stehen in den vergangenen zwei Jahren 210 Austritte und 123 Sterbefälle gegenüber. Nach Zu- und Wegzügen bleibe ein Minus von 192. Der Unterbezirk drohe, unter 3000 Mitglieder zu fallen. "Ich bin kein Freund des Jugendwahns", dennoch falle auf, dass weniger als ein Drittel der Mitglieder jünger als 50 sei.

Grötsch lobte das Werben der Ortsvereine um Neumitglieder. Mit Landtagsabgeordneter Annette Karl zeichnete er die Fleißigsten aus: Dazu gehören für je acht Neumitglieder die Ortsvereine Vohenstrauß und Pleystein, für sieben Kirchenthumbach und Weiden-Ost und für sechs Eschenbach, Flossenbürg, Fuchsmühl, Grafenwöhr, Kohlberg und Neustadt/WN. Alle Ortsvereine erhielten zum Dank ein Liederbuch des Vorwärtsverlages.

Kein Verständnis zeigte Grötsch für die Pläne der Deutschen Telekom, 40 Arbeitsplätze von Weiden nach Regensburg zu verlagern. Darunter leiden die Servicequalität und die Nähe zum Kunden. "Außerdem hat die Deutsche Telekom - wenn sie sich schon so nennt - eine Verantwortung für die Situation der Arbeitnehmer in Deutschland", so Grötsch.

Der UB-Vorsitzende monierte, dass es aber "Vater Staat" nicht viel anders mache: "Vor uns liegt mit der Zollstrukturreform schon wieder die völlige Durcheinanderwirbelung einer bewährten öffentlichen Struktur!" Gefährdet seien hier vor allem die Zollämter in Weiden und Waidhaus, er versprach sich dafür einzusetzen, dass von dieser geplanten Maßnahme Abstand genommen wird.

Mit Blick auf den Landesparteitag der SPD stellte Grötsch fest, dass er voll hinter dem wiedergewählten Vorsitzenden Florian Pronold steht. "Es gibt in Bayern keinen, der es besser machen könnte", so Grötsch. Man sollte in der Diskussion nicht vergessen, dass der politische Gegner rechts sitze. "Und natürlich koalieren wir in Bayern nicht mit der CSU: Wo kämen wir denn da hin?"
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