"Stillstand bedeutet Rückschritt"

Lob und Anerkennung erhielten die Thumsenreuther Schützen. Im Bild: (von links) Gauschützenmeister Norbert Lippert, Landrat Wolfgang Lippert, Vereinsvorstand Heinz Kraus, die Schützenmeisterin von Steinwaldia Frauenreuth, Edeltraud Kasseckert, Bürgermeister Uli Roth und OSB-Präsident Franz Brunner. Bild: att
Lokales
Krummennaab
01.10.2015
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Sehen und staunen. Neben vielen Vertretern von Schützenvereinen kamen auch andere Besucher zur Einweihung der neuen Schießstände in Thumsenreuth. Nach nur einem Jahr Bauzeit erhielt die neue moderne Sportstätte den kirchlichen Segen.

Mit zehn Fahnenabordnungen stellten sich über 400 Gäste zum Kirchenzug vor dem Schützenhaus auf. Den von der Jugendblaskapelle Reuth angeführten Festzug erwarteten vor der katholischen Pfarrkirche die evangelische Pfarrerin Nadine Schneider und Pater Dr. James Mudakodil. Nach dem ökumenischen Wortgottesdienst marschierte der Zug zum Festplatz am Schützenhaus. Die Ehrengäste und die Verantwortlichen des Vereins nahmen nach einem Choral der Blaskapelle in der neuen Schießhalle Aufstellung.

Pfarrerin Schneider und Pater Mudakodil segneten die Schießstände, bevor Bürgermeister Uli Roth die Anwesenden zum Eintrag in das Goldene Buch animierte. Hierzu hatte er extra eine kunstvoll gemalte Urkunde anfertigen lassen. Im Anschluss daran gaben die Ehrengäste, Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Uli Roth, der Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes, Franz Brunner, und sein Vertreter Franz Irgang, der Ehrenpräsident des OSB, Herbert Stattnik, sowie Gauschützenmeister Norbert Lippert drei Ehrenschüsse mit dem Luftgewehr ab. Die Zuschauer konnten die Ergebnisse sofort an der elektronischen Anzeigetafel sehen.

Frage der Finanzierung

Im Festzelt war es dem Vorsitzenden Heinz Kraus eine Freude, die Gäste zu begrüßen. Auch Vertreter der ausführenden Firmen und der Sachverständige Emil Schicker aus Tirschenreuth waren gekommen, um mit dem Jubelverein zu feiern. Kraus blickte auf die baulichen Aktivitäten zurück. Es sei nun das fünfte Mal, dass der Verein gebaut hat. Jede Bautätigkeit brachte einen deutlichen Mitgliederzuwachs. Gleichzeitig verdeutlichte der Vorsitzende, dass ein Verein sich weiterentwickeln müsse. Jeder Stillstand bedeute einen Rückschritt. Kernfrage war letztendlich: Kann der Verein dies alles finanziell tragen? Immerhin betragen die Baukosten über 200 000 Euro.

Nachdem auch diese Frage positiv beantwortet werden konnte, entschloss sich die Vereinsführung zum Neubau, um den Schützen eine moderne Sportstätte zur Verfügung zu stellen. Das Ziel, 15 Schießstände mit modernster Technik auf höchstem Niveau zu erstellen, wurde erreicht. Heinz Kraus bedankte sich bei Behörden, Sachverständigen und den Helfern, die rund 3000 Helfer- und Facharbeiterstunden leisteten, dem Präsidium des Oberpfälzer Schützenbundes, der Architektin Carola Gierisch sowie auch bei den ausführenden Firmen. Durch den persönlichen Einsatz aller konnte der Bau in einer Rekordzeit abgewickelt werden. Besonderen Dank sprach er dem Landratsamt, der Regierung der Oberpfalz, der Gemeinde Krummennaab und der örtlichen Hausbank für die Unterstützung aus. Kraus stellte aber auch klar, dass die neue Sportstätte eine Herausforderung für die Zukunft darstelle.

Lob vom Landrat

Landrat Lippert zollte dem Verein Lob und Anerkennung. Um ein solches Bauwerk zu erstellen, ist große Motivation und fester Zusammenhalt erforderlich, fasste er zusammen. Lippert überraschte Kraus mit einem Scheck über 1000 Euro von der Sparkasse Oberpfalz Nord. Auch Bürgermeister Uli Roth gratulierte dem Verein zur Fertigstellung der Schießsportanlage. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Gewährung eines Zuschusses für den Verein nicht gerade leicht fiel, da die Gemeinde ihren Haushalt konsolidieren müsse. So war es für ihn eine besondere Freude, die zweite Rate des gemeindlichen Zuschusses in Form eines Schecks der Raiffeisenbank Weiden in Höhe von 5000 Euro an den Vorstand zu übergeben. "Es ist ein Schießsportzentrum Thumsenreuth entstanden", bilanzierte Roth.

Der Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes wies darauf hin, dass die Schützengesellschaft mit 318 Mitgliedern zu den größten Schützenvereinen im OSB zähle. Aus seinem privaten Budget überreichte er an Kraus ein Kuvert. Gauschützenmeister Lippert und die Schützenmeisterinnen von Steinwaldia Frauenreuth, Edeltraud Kasseckert, sowie vom Patenverein Eichenlaub Reuth, Barbara Zimmerer überreichten ebenfalls ein Geldgeschenk.
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