Traditionell viel Spaß

Die Mädchen und Buben sind mit großer Freude bei den Kindergottesdiensten dabei. Bild: lek
Lokales
Krummennaab
20.04.2015
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1985 lebte die Tradition des evangelischen Kindergottesdienstes wieder auf. Auf 30 Jahre erfüllte Jahre blicken die Verantwortlichen zurück. Am Sonntag, 3. Mai, wird um 10 Uhr in Krummennaab ein Jubiläumsgottesdienst mit Pfarrer Klaus Keyser gefeiert.

Auf Initiative des damaligen Gemeindepfarrers, Klaus Keyser, startete der Kindergottesdienst für die Gemeinden Krummennaab und Thumsenreuth mit Friedenfels im Sommer des Jahres 1985 neu. Vorläufer gab es bereits: Viele erinnern sich gerne an die Kinderstunden im Thumsenreuther Schloss.

Die Baroninnen Adda von Lindenfels und später Ehrengart von Lindenfels scharten in unvergessenen Stunden die Thumsenreuther Kinder um sich, und in Krummennaab gab es ab 1973 einen Kindergottesdienst - organisiert und betreut zunächst von Rosa Lehner, dann von Waltraud Ulrich und Monika Zirpel. Später übernahm Rosa Lehner diesen Dienst an den Jüngsten für weitere knapp zehn Jahre.

Viele Begabungen

Junge Frauen mit ganz unterschiedlichen Begabungen fanden sich auf Einladung von Pfarrer Keyser zunächst wöchentlich einmal, dann alle zwei Wochen im Pfarrhaus ein, um nach dem "Evangelischen Kinderkirchenplan" die Kindergottesdienste im Kirchenjahr gemeinsam mit dem Pfarrer zu erarbeiten. Aus der Gemeinde Thumsenreuth arbeiteten Elke Striegel, Ingrid Maderer, Monika Sieder und Lieselotte Käß mit und in der Gemeinde Krummennaab Lydia Schieder, Karin Schön, Christine Höllerer und Astrid Renz, geborene Lehner.

Später kamen dazu Elisabeth Häupler, Elisabeth Grünbauer, Claudia Haderer, Kathrin Bauer, Xenia Dagner, Viktoria Müller, Dorothea Bergler, geborene Höllerer, Nicole Kaufmann, geborene Grünbauer und Birgit Zimmermann. Zur Zeit sind Sara Schwarz, Andrea Knodt, Katharina Purucker und - nicht zu vergessen - immer noch Elke Striegl dabei.

Zentrales Anliegen war die Auseinandersetzung mit den biblischen Geschichten. Im Kindergottesdienst sollten diese grundlegend informativ erklärt werden, so dass ein Brückenschlag zur kindlichen Lebenswelt geschafft werden konnte. Alle bemühten sich um eine präzise Wiedergabe der Geschichten, um den kleinen Besserwissern, die es immer gab, keine Angriffsflächen zu geben.

Singen und musizieren

Passende kindgerechte Lieder wurden dazu gesungen und nach Möglichkeit instrumental begleitet. Ganz selbstverständlich nahmen die "KIGO-Helferinnen" an regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen auf Dekanatsebene teil. Aber auch überregionale Fortbildungen führten sie zu Kinderkirchentagen etwa nach Hof, Rothenburg ob der Tauber, Nürnberg und Augsburg. Es war die Zeit der geburtenstarken Jahrgänge, und so fanden sich viele, zeitweise bis zu 40 kleine Gemeindeglieder ein um fröhliche, interessante und vor allem kindgerechte Gottesdienste zu feiern. Feiern und beten, nachdenken und hinterfragen, aber auch singen und spielen sollte nicht zu kurz kommen.

Arbeit im Wandel

Inzwischen hat sich die Kindergottesdienstarbeit gewandelt. Zwischendurch gibt es Projekte mit Kindern. So wird ein Tischaltar als Erzähl-Kulisse gestaltet. Zu Ostern arbeiteten die Kinder an einem Auferstehungskreuz oder legten einen Garten mit Brotpflanzen zum Thema von "Brot für die Welt - Es ist genug für alle da" an. Kinderbibeltage in den Nachbargemeinden waren für die Kleinen großartige Veranstaltungen.

Sie konnten ihr Wissen vermehren durch die spannenden Geschichten, die auf unterschiedliche Weise erlebt wurden und hatten erlebte Gemeinschaft, die sie motivierte selbst aktiv zu werden.

Der Kindergottesdienst war nun ein fester wiederkehrender Bestandteil im gottesdienstlichen Angebot der evangelischen Kirchengemeinden immer parallel zum Spätgottesdienst, das heißt abwechselnd in Krummennaab und Thumsenreuth. Darüber hinaus beteiligten sich die KiGo-Leute an Gemeindeveranstaltungen wie Familiengottesdiensten, Erntedankfeiern, Oster- und Weihnachtsspielen oder Gemeindenachmittagen. Ein wichtiges Datum im Kirchenjahr war auch immer der Weltgebetstag.

Für Leib und Seele

Höhepunkt im Jahreskreis war über lange Jahre hinweg der Jahresausflug am Ende des Schuljahres mit dem Bus. Liebevoll und umfassend vorbereitet vom Team und begleitet von Pfarrer Keyser ging es meist bei schönem Wetter hinaus zu einem lohnenden Ziel, wo für Leib und Seele bestens gesorgt war. Als Dank für sein Team lud Pfarrer Keyser dann zum Jahreschluss-Grillen in den Pfarrgarten. Manche Teilnehmerin schwelgt noch heute in Erinnerungen.
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