Verwaltungsgemeinschaft will höchstens bis 14. April mti der Entscheidung zur Kläranlage warten
Frist für Friedenfelser

Lokales
Krummennaab
10.04.2015
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Abgesehen vom Haushaltsplan drehten sich alle Tagesordnungspunkte der jüngsten Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) um die neue Kläranlage. Eigentlich sollten die Planungen für einen Bau der VG Krummennaab und Friedenfels schon viel weiter fortgeschritten sein. Bereits im Jahre 2010 hatte der Friedenfelser Gemeinderat nach vielen Vorgesprächen mehrheitlich (neun zu vier Stimmen) einem Anschluss an das Krummennaaber Kanalnetz zugestimmt. Doch seitdem gibt es vonseiten der Friedenfelser immer wieder neue Forderungen.

Jetzt platzte VG-Vorsitzendem Uli Roth der Kragen. Seiner Meinung nach war man den Friedenfelsern schon mehr entgegengekommen, als es nötig gewesen wäre. In der Gemeinschaftssitzung beschlossen die Mitglieder zum allerletzten Mal und einstimmig die endgültige Fassung einer Zweckvereinbarung zum Bau einer gemeinsamen Kläranlage und setzten dem Friedenfelser Gemeinderat eine Frist bis zum 14. April. Strafzahlungen wolle man nicht riskieren. Sollte am 15. April keine von Bürgermeister Gottfried Härtl unterschriebene Zweckvereinbarung sowie eine schriftliche Zusage von Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg für die Einräumung einer Grunddienstbarkeit zur Verlegung der erforderlichen Druckleitung vorliegen, würden die Gemeinden Krummennaab und Reuth das Projekt allein durchziehen, sagte der Vorsitzende. Auch ein späterer Anschluss von Friedenfels wäre damit ausgeschlossen.

Beschlossen wurde auch die Erstellung eines Kanalkatasters, dessen Vorlage durch die geplante Einleitung der Druckleitung zwingend vorgeschrieben ist. Den Auftrag erhielt der billigste Anbieter, die Bewerbergemeinschaft Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner/Ingenieurvermessung Galileo-IP mit Sitz in Erbendorf zum Preis von knapp 19 000 Euro.

Einstimmig wurde auch der Gründung des Kommunalunternehmens Heinbachtal als selbstständiges Unternehmen der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab zugestimmt. Das Unternehmen hat die Aufgabe, "zur Behandlung der in den Gemeinden Krummennaab und Reuth anfallenden Abwässer eine Abwasserbehandlungsanlage zu planen, zu errichten, zu unterhalten und zu betreiben". Diese Anlage umfasst die Kläranlage und das gesamte angeschlossene Kanalsystem mit Bernstein (Stadt Windischeschenbach) und der Jugendherberge Tannenlohe. Der Vorstand besteht aus einer Person, der Verwaltungsrat aus sechs Mitgliedern. Beschlossen wurde in der Sitzung auch der Haushaltsplan für das Jahr 2015. Die Einwohnerzahl sei seit 1997 erstmals auf 2675 Personen gestiegen, wenn auch lediglich um fünf Personen.
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