Waldnaabtal lässt Herz aufgehen

Nadine Schneider übernimmt ab 1. September die Pfarrstellen in Windischeschenbach und Thumsenreuth. Bild: hfz
Lokales
Krummennaab
17.07.2015
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Nadine Schneider liebt es, in der Natur zu sein - Wandern zählt sie zu ihren Leidenschaften. Ab 1. September wird die 31-Jährige dazu im Waldnaabtal und Steinwald ausreichend Möglichkeit haben, denn dann übernimmt die Coburgerin die Pfarramtsführung in Windischeschenbach und Thumsenreuth.

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Schneider im Landkreis Coburg. "Dort habe ich gewohnt, bis ich zum Studieren nach Neuendettelsau gezogen bin", erzählt sie. Vor dem Studium absolvierte sie eine zweijährige Ausbildung zur Versicherungskauffrau. Religion spielte aber schon immer eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

Etwas "in der Tasche" haben

"Schon während meines Abiturs war ich mir sicher, wenn ich mal studiere, dann Theologie." Auch zu ihrem Konfirmationspfarrer pflegte sie eine enge Verbindung: "Der Glaube fasziniert mich einfach." Allerdings wollte Schneider erst einmal etwas "in der Tasche haben". "Man weiß ja nicht, was während der sechs Jahre Studium alles passiert. Deshalb habe ich mich durch die Ausbildung abgesichert." Während ihrer Lehre gestaltete sie Kindergottesdienste, was ihren Wunsch nur noch verstärkte.

"Dann habe ich mich auf den Weg nach Neuendettelsau gemacht, das hat mich begeistert. Ich dachte nur noch 'hier bin ich richtig'." 2007 begann die junge Frau ihr Studium. Nach vier Semestern wechselte sie an die Universität Leipzig, zum Examen kehrte sie zurück nach Neuendettelsau. "Ich habe gemerkt, dass ich die Prüfung in Bayern ablegen will. Hier bin ich nahe an München und dem Landeskirchenamt. Im Herzen bin ich eben doch eine echte Bayerin."

Seit 1. März 2013 ist sie als Vikarin in der Pfarrei Maria Magdalena in Regensburg tätig - zweieinhalb Jahre, die sie an keinem einzigen Tag bereut habe. "Regensburg ist eine wundervolle Stadt. Ich bin glücklich, dass ich die Zeit hier verbringen konnte." Auch mit Christoph Zeh, der die Pfarrstelle in Erbendorf übernehmen wird, pflegt sie eine Freundschaft. "Die vergangenen zweieinhalb Jahre waren wir im gleichen Dekanat eingesetzt. Wir haben uns schon in der Uni gemeinsam aufs Examen vorbereitet." Schneider ist froh, dass sie eine Stelle in der Nähe Zehs antreten kann. "Wir sind in der gleichen Situation. Natürlich ist man sich als Anfänger auch mal unsicher. Christoph und ich tauschen Erfahrungen aus und helfen uns gegenseitig."

Pfarrerin zur Probe

In den kommenden drei Jahren praktiziert Nadine Schneider als "Pfarrerin im Probedienst". Windischeschenbach und Thumsenreuth sind die ersten Pfarrstellen, die sie übernimmt. "Ich wollte gerne im Kirchenkreis Regensburg bleiben. In der Oberpfalz fühle ich mich wohl, schon vom Menschenschlag her." Sie kann sich auch vorstellen, länger als drei Jahre zu bleiben.

Ihr Hauptaugenmerk wird sie auf die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung und die Seelsorge legen, Bereiche, auf die sie sich schon während des Vikariats konzentrierte. "Aber erst einmal muss ich ein Gefühl für die Gemeinde entwickeln. Ich bin für alles offen." Beide Gemeinden habe sie sich schon angeschaut. "Mir ist wirklich mein Herz aufgegangen, so gut hat es mir gefallen. Besonders landschaftlich ist es wundervoll", freut sich Nadine Schneider auf den neuen Lebensabschnitt.
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