Wenn Waschweiber löschen

Schleichl (rechts), alias Vorsitzender Matthias Reul, überreicht Bettklopfer und Waschpuler an "Feiawea-Waschwei 1" Markus Krenkel (Mitte) und "Feiawea-Waschwei 2" Patrick Schneider (links). Bild: den
Lokales
Krummennaab
18.03.2015
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Um es mit "Schleichls" Worten zu sagen: "Eng habts as letzte Mal zweng gsoffn!" Deshalb hatte sich die Wehr entschlossen, in diesem Jahr ihr Starkbierfest wieder in der Fahrzeughalle zu feiern.

Alle Plätze an den Bierbänken waren besetzt, die Besucher kuschelten sich sogar in die Spinde, um den edlen Gertensaft zu genießen und die spöttische Rede zu hören.

Feuerwehr-Vorsitzender Matthias Reul begrüßte neben Bürgermeister Uli Roth und den Gemeinderäten vor allem die Kollegen aus Thumsenreuth, Premenreuth, Wildenreuth und Hessenreuth sowie den Patenverein aus Wurz. Auch die "Querdinger" und die Siedler labten sich an Bier und bayerischen Schmankerln. Ein besonderer Gruß ging an die hübschen Festdamen, die an diesem Abend ihren ersten Einsatz hatten. Gestärkt und bestens unterhalten von Musikant Simon Strohmeier warteten die Gäste auf den Auftritt von Florian Schleichl.

Einfach zu brav

Der Redner erklärte gleich zu Beginn seiner Rede, dass die Krummennaaber auch mal was anstellen müssten, sonst habe er nichts zu erzählen. Witze über den schlechtesten Garten (des Bürgermeisters) hätten sich erübrigt seit die Friedhofsmauer weg ist. Auch der größten Bauch (des Kommandante) sei kein Thema mehr. Allerdings gebe es da doch die Geschichte über zusammenbrechende Bierbänke, die er aber jetzt nicht im Detail erzählen wolle. Dafür sei Krummennaab ja jetzt eine richtige Stadt, immerhin gebe es eine Ampel, wenn auch ein kurzsichtiges Exemplar: "Foast du niad bis an Strich hi, sigd des Ampelföich di nie."

Schleichl monierte den fehlenden Leberkäs, der den Kameraden beim Löschen des "Fehrablescha"-Häisl versprochen war. Ein Besuch am Badeweiher sei wegen Bombenalarm ja gefährlich. Deshalb wichen die "Koartara" in den Tümpel im Garten vom "Rötzer Sepp" aus, allerdings eher unfreiwillig. Den Thumsenreuther Kameraden riet Schleichl zu Regenmänteln, Überlebende berichten nämlich von gewaltigen Fontänen, wenn Kommandant Wolfgang Bauer in Pfützen trete. Der Wahlkampf war auch Thema: Schokolade von der CSU, Kabarett bei der SPD und die Freien Wähler? "Machn nix und gröign die meisten neia Sitz!" fasste Schleichl treffend zusammen.

Zwei neue Posten

Zwei neue Posten gibt es übrigens seit neuestem in der Feuerwehr. Zu Hause ist die Waschmaschine für die Männer tabu, jedoch laufen sie im Feuerwehrhaus zur Hochform auf. Schleich ernannte feierlich "Kraft meines Amtes und meines viel zu engen Gewandes" Markus Krenkel und Patrick Patrick Schneider zu "Feuerwehrwaschweibern". Unter großem Applaus verabschiedete sich Schleichl und hoffte auf viele Anregungen für das kommende Jahr. Unter schleichl@ff-krummennaab.de nimmt er gerne Geschichten und Anekdoten aus dem Gemeindeleben entgegen. Auf der Homepage der Feuerwehr gibt es weitere Bilder, ein Film von der Schleichl-Rede folgt demnächst.

Nach der Rede leerte sich zwar schnell die Halle, in der Bar dagegen hielten die Besucher noch bis in die frühen Morgenstunden durch.
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