Emil Lehner stellt Gemeinderat Ideen für Gestaltung vor
Bürgerpark nimmt Gestalt an

Politik
Krummennaab
29.03.2016
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Zweieinhalb Stunden brauchten die Krummennaaber Gemeinderäte, dann stand der einstimmige Beschluss zum Bürgerpark: In einer Powerpoint Präsentation ging Dr. Emil Lehner auf die Details ein.

(hju) Erster Punkt war das Pflanzkonzept. Heimische Bäume und einen Blumenmagerrasen sollen den Bürgerpark begrünen. Die Wege werden geschottert und mit einer Metallabtrennung zum Rasen befestigt. Auch die Technik soll für Feste und Veranstaltungen sowie das Johannisfeuer ausgelegt werden. Hier wies Lehner auf einen Unterflurhydranten zur Wasserversorgung sowie auf Energiesäulen hin. Weiter werden ein Grillplatz mit Sitzmöglichkeiten, eine Drehwippe und ein Wasserspiel entstehen. Die Solarblumen setzen mit der von Bürgermeister Uli Roth favorisierten Farbe "Berry" (ein schon fast knalliges Pink) einen Kontrast zu den durch gepflanzten gelben Sonnenblumen. Eine weitere Besonderheit wird eine erhöhte Aussichtskanzel am Radweg. Sitzgelegenheiten aus Granit mit Holzauflagen und Holzbänke können als Ruheplätze genutzt werden.

Eine weitere Überlegung war, WLAN anzubieten. Größere Diskussion gab es bei den Laternen. Während CSU und Freie Wähler sich für die eher historischen Leuchten mit Schirm aussprachen, tendierten Bürgermeister und SPD-Fraktion zu den von Lehner vorgeschlagen, modernen Stableuchten. Vor einer Entscheidung sollen für beide Varianten Angebote eingeholt werden.

Eine weitere Idee ist die Errichtung eines Nebengebäudes mit Toiletten, Behinderten-WC, Lager- und Schaltraum sowie Platz für ein Verkaufskiosk, der bei den Veranstaltungen genutzt werden kann. Nach dem Beschluss kann der Städteplaner nun ausschreiben.

Insellösung vom Tisch


Roth berichtete vom Gespräch bei der Regierung der Oberpfalz im Februar. Nach einer Voruntersuchung kann das Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Auch wurde entschieden, die Insellösung im Unteren Dorf zu streichen. Stattdessen wird das gesamte Untere Dorf in das Sanierungsgebiet aufgenommen. Auch auf die Verwendung der "Seltmann-Häuser" wurde hingewiesen. Zwei könnten abgerissen und eines saniert werden, erklärte Roth. Für die Sanierung gebe es eine Förderung von 90 Prozent. Sobald die Voranalyse vorliegt, wurde der Gemeinde Krummennaab mündlich bereits der vorzeitige Baubeginn zugesagt.

Weiter wurde Roth mitgeteilt, dass das Geld für die Sanierung des alten Friedhofes bereit liegt. "Wir haben jedoch im Moment viele Baustellen", meinte der Bürgermeister. "Der Friedhof muss erst einmal noch warten." Auch hier müssten die Räte noch entscheiden, was genau dort entstehen soll.

Straßenlampen: Nachtabsenkung testenFür die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet auf LED-Technik hat die Firma Bayernwerk ein Angebot abgegeben. Kosten: 117 950 Euro. Eine Nachtabsenkung würde für eine jährliche Stromeinsparung in Höhe von 71 Prozent sorgen. Die Investition wäre so nach rund 15 Jahren vollständig amortisiert. Da die Absenkung aber nicht überall empfohlen wird, wollen die Räte erst einmal bei zwei "Musterstraßenzügen" ansehen. Roth soll daher bei Bayernwerk anfragen, ob diese die Hauptstraße (ohne Nachtabsenkung) und die J.-B.-Lehner-Straße mit Nachtabsenkung probeweise umrüsten würde.

Die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen Donum Vitae wie in den Vorjahren einen Zuschuss von 150 Euro, die Mitterteicher Tafel 100 Euro. Der Schützengesellschaft 1898 Thumsenreuth überweist die Gemeine 2000 Euro für die Beteiligung an Wettkämpfen in der 1. Bundesliga.

Die Gemeinde ist Mitglied bei der Zeno GmbH. Nun ist geplant, die Zeno Natur GmbH und die Zeno Verwaltungs GmbH zu gründen. Dadurch ist die Zeno GmbH unabhängig von den Geschäftsentwicklungen im Bestand. Das Gremium stimmte auch hier zu. Durch das Institut für Energietechnik der OTH Amberg soll für die Gesellschafter-Kommunen ein Energienutzungsplan erstellt werden, der zu 80 Prozent förderfähig ist. Auf die Gemeinde Krummennaab würden rund 2000 Euro Eigenbeteiligung zukommen. Den Räten ist hier allerdings wichtig, dass kein zweites Energiekonzept das Ergebnis sein soll. (hju)


BreitbandausbauDie Breitbandberatung Bayern bat um einen Beschluss zum nächsten Ausbauschritt. Derzeit stehen noch Fördermittel in Höhe von rund 690 000 Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung. Es wird vorgeschlagen, alle Häuser gleichmäßig zu erschließen. Für die noch offenen Anschlüsse von 59 Häusern ist mit Gesamtkosten von etwa 500 000 Euro zu rechnen. 20 Prozent davon muss die Kommune stemmen. Den Räten lag der Entwurf für den weiteren Ausbau vor, dem sie auch zustimmten.

Daniel Schmidt hat die Einleitung von Niederschlagswasser in den öffentlichen Entwässerungskanal beantragt, da eine Versickerung auf dem Grundstück nicht möglich ist. Das Regenwasser könnte auch über einen alten Kanal, der hinter einem Nachbargrundstück liegt, abgeleitet werden. Sollte dies nicht möglich sein, soll Schmidts Antrag stattgegeben werden.

Die Entwässerung und Wasserversorgung des Bereiches Am Bahnhof und Mittelmühle (beides Reuther Gebiet) wird durch die Gemeinde Krummennaab geregelt. Hierfür gab es bislang keine Zweckvereinbarung. Eine solche verabschiedete der Gemeinderat nun einstimmig, ebenso die damit einhergehende Satzung zur Änderung der Satzung für die öffentliche Entwässerungseinrichtung der Gemeinde Krummennaab. (hju)
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