Gemeinderat
Krummennaab leuchtet günstiger

Auch am Portal des Krummennaaber Rathauses besteht noch Sanierungsbedarf, zeigt Bürgermeister Uli Roth. Bild: ckl
Politik
Krummennaab
07.11.2016
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Eine Menge Punkte mussten Krummennaabs Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung abarbeiten: Straßenbeleuchtung, Jahresrechnung, Wasserverbrauch, Städtebauförderung, Rathaussanierung und mehr.

(ckl) Der Gemeinderat hat in der letzten Sitzung beschlossen, weitere Teile der Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen. Zuvor hatte Markus Windisch von der Bayernwerk AG die bisherige Umrüstung erklärt. 44 von 258 Laternen seien umgerüstet. Eine vollständige Umstellung könne 55 Prozent Stromersparnis bringen, mit Nachtabsenkung bis zu 71 Prozent. Das entspreche einer Ersparnis von etwa 6000 bis 8000 Euro. LED-Laternen hätten eine längere Lebensdauer und sofort volle Lichtkraft. Nachbesserungsbedarf vermeldete Bürgermeister Uli Roth im Kreuzungsbereich, wo die Ausleuchtung nicht optimal sei. Die Probleme werde das Bayernwerk beheben. In nächster Zeit werden nun weitere 40 bis 50 Lampen umgerüstet. Kabel, Schalteinheit und Masten bleiben, ausgetauscht werden die Lampenköpfe. Eine komplette Umrüstung kostet etwa 118000 Euro, 27 000 sind bereits in die Teilumrüstung investiert.

Im Änderungsentwurf des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) wird Krummennaab als besonders strukturschwache Gemeinde im Landkreis Tirschenreuth und Raum mit besonderem Handlungsbedarf eingeordnet. Eine Stellungnahme des Bayerischen Gemeindetages nennt dafür fünf Faktoren: Bevölkerungsentwicklung, Arbeitslosenquote, Beschäftigtendichte, verfügbares Einkommen und Wanderungsbewegungen. Wie 2015 hat Krummennaab allerdings auch 2016 keine Stabilisierungshilfe erhalten, obwohl die Umgestaltung des Seltmann-Geländes eine große Herausforderung bedeutet. Bei diesem Widerspruch möchte Roth nochmals nachhaken.

Für die Städtebauförderung 2017 meldet die Gemeinde 992 000 Euro förderfähiger Kosten an. Die größten Posten sind die Neugestaltung von Altem Friedhof mit Rathausumfeld (540000 Euro), Nebengebäude am Bürgerpark (260000 Euro) und weitere Bauten am Bürgerpark (150000).

Die Räte befassten sich auch mit dem Wasserverbrauch seit 2015. Nach der Schließung der Firma Seltmann sank die Wasserbestellmenge bei der Steinwaldgruppe auf 85 000 Kubikmeter im Jahr. 2015 lag der Verbrauch bei über 100 000 Kubikmeter. Auch heuer sei mit einer Überschreitung zu rechnen. Die Gemeinde möchte Einkaufs- mit Verbrauchsmenge vergleichen, um festzustellen, ob ein Leck oder ein anderer Schaden vorliegt. Über die Bestellmenge ab 2018 soll der Rat entscheiden, wenn Ergebnisse vorliegen.

Der Vorsitzende des neuen Rechnungsprüfungsausschusses, Herbert Mattes, stellte nach dem Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters die Jahresrechnung 2015 vor. Demnach war der Haushalt ausgeglichen. Die bereinigten Soll-Einnahmen betrugen 3 018 528,40 Euro. Das Gesamtvermögen aus Grundstücken, Campingplatz mit Badeweiher, Rücklagen betrug zum Ende des Haushaltsjahres 17 145 000 Euro, die Gesamtschulden 859 000 Euro. Überplanmäßige Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind durch Einnahmen und Einsparungen gedeckt.

Damit auch körperlich eingeschränkte Personen das sanierte Rathaus nutzen können, führten die Räte eine Diskussion zur Barrierefreiheit. Als vorläufige Lösung einigten sie sich auf ein barrierefreies Bürgerbüro im Erdgeschoss. Die Installation eines Treppenlifts sei ungeeignet. Über einen Aufzug soll der Rat später entscheiden.

Mit TSV und dem STC werden neue Pachtverträge bis 31. Dezember 2032 geschlossen. Roth gab bekannt, dass einige Wohnungen frei und nach Renovierungsarbeiten bezugsfertig sind. Für die neue Tanzsportgruppe habe Baron von Lindenfels aus Trautenberg Tanztrainer aus dem Nürnberger Raum gewonnen. Wegen der guten Resonanz wird die Gruppe im kommenden Jahr eine neue TSV-Sparte . Bis zum 11. November können Gebote fürs alte Feuerwehrauto abgegeben werden. Die Gesamtkosten für den Seltmann-Abbruch lagen bei circa 1 204 000 Euro.
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