Prognose bringt Fördergelder
47-seitige Informationsschrift zeigt keine neuen Erkenntnisse zu Krummennaab

Politik
Krummennaab
30.01.2016
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Bereits 2013 wurde durch das Büro Klimakom aus Bayreuth mit dem Vitalitäts-Check 2.0 für alle Gemeinden der Steinwald-Allianz begonnen. Bis zu sieben Studenten sahen sich die einzelnen Ortsteile an und stellten Prognosen zur Einwohnerentwicklung, Bauflächen und dergleichen. "Für uns ist schon wegen Fördergelder wichtig, dass wir ein Gebiet mit besonderem Handlungsbedarf sind", so Bürgermeister Uli Roth.

Alles in allem ist das 47-seitige Geheft eine gute Bestandsdatenanalyse, die aber für die ortsansässigen Gemeinderäte keine Neuigkeiten hervorbrachte. Dass die Einwohnerzahlen sinken und der Altersdurchschnitt steigt ist schon lange kein Geheimnis mehr. Jakob Gallersdörfer (CSU) gab auch zu bedenken, dass in der schlechten Einwohnerprognose das Flüchtlingsproblem noch nicht erfasst ist. "Dann würden die Zahlen ja wieder steigen." Auch die eingezeichneten Bauplätze sind "nicht wirklich verfügbar, solange sie nicht in Gemeindehand sind", gab Herbert Mattes (FW) zu bedenken.

Die Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte bekommt einen Zuschuss von 200 Euro.

Auch sollen in Krummennaab zur Dokumentation von Mängeln die Ortskanäle gespült und mit einer Kamera gefilmt werden, um ein digitales Kanalkatasters zu erstellen. Das Ganze wird über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen. Der wirtschaftlichste Anbieter ist die Firma Bergler aus Weiherhammer. Sie gab ein Angebot in Höhe von 71 330,98 Euro ab.

Der Bauantrag des Kommunalunternehmens Heinbachtal stand ebenfalls zur Abstimmung. Es geht um die Sanierung der Kläranlage sowie den Um- und Anbau des Betriebsgebäudes, den Neubau von Garagen und ein Zwischenhebewerk. Einstimmig gab der Gemeinderat grünes Licht. "Mit den ersten Ausschreibungen ist nun im ersten Quartal zu rechnen", erklärte Roth. Sobald die Angebote vorliegen, kann die Kostenprognose erfolgen. "Und dann geht es nach der Auftragsvergabe für die Bürger auch ans Zahlen."

Für den Winterdienst bzw. das Rasenmähen an Gemeindehäusern soll ein Rasentraktor mit Schneeräumschild angeschafft werden, den die Hausmeister der Häuser abwechselnd nutzen können. "Auch die Bauhofmitarbeiter können diesen mit Blick auf den Bürgerpark gut brauchen.", so Roth. Die Firma Toolendo liefert ein Modell für 2500 Euro.
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