Bundesliga-Heimpremiere für Thumsenreuther Schützen
Weltelite zu stark

Die SG 1898 Thumsenreuth um Vorstand Heinz Kraus und sein Helferteam hat die Bundesliga-Heimpremiere bestens organisiert: Es wurden sogar zwei große Leinwände an der Decke der Krummennaaber Schulturnhalle befestigt, damit die zahlreichen Zuschauer stets den Überblick behielten. Bild: Büttner
Sport
Krummennaab
16.11.2016
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Schießsport ist aufregend: Das beweisen die Luftpistolen-Schützen beim ersten Bundesliga-Heimkampf der SG 1898 Thumsenreuth. Die Gastgeber selbst haben gegen die Weltklasse-Konkurrenz aber keine Chance.

Thumsenreuth/Krummennaab. Die Gäste aus Fürth, Willmandingen, Waldenburg, München und Ludwigsburg kamen allesamt in Bestbesetzung: Olympiamedaillengewinner, Weltmeister, Weltcupgewinner, Europameister, Deutsche Meister, Schweizer Staatsmeister, Serbische, Bulgarische und Ungarische Meister sowie weitere hochkarätige Schützen der Weltelite stellten ihr Können in Krummennaab unter Beweis.

Im ersten Wettkampf trat die SSG Dynamit Fürth gegen den SV Willmandingen an, der Sieg ging mit 3:2 Einzelpunkten an Willmandingen. Im zweiten Wettkampf begegneten sich die Schützengilde Waldenburg und die HSG München. Die Waldenburger gewannen mit 3:2.

Weltmeisterin zu stark


Den dritten Wettkampf bestritt die Heimmannschaft aus Thumsenreuth gegen die Schützengilde Ludwigsburg. Bereits bei der Vorstellung der Schützen war den Zuschauern bewusst, dass die Heimmannschaft nur wenige Chancen auf Punkte hat. Mit Ausnahme des Mannschaftsführers Karl Greger (92 Ringe) hatten die Thumsenreuther durchweg einen schlechten Start. Die auf Platz eins gesetzte Sonja Weiß traf auf die Berufssportlerin, Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin Zorana Arunovic (Serbien). Sie begann mit Serien von 89 und 86 Ringen, steigerte sich dann aber deutlich und beendete ihren Wettkampf mit einer hervorragenden 98er Serie. Doch ihre 365 Ringe reichten gegenüber den 378 Ringen von Arunovic nicht.

Auch Simon Weiß auf Platz zwei hatte mit 371:380 Ringen keine Chance gegen den Vize-Europameister Rene Potteck. Der Ludwigsburger Deutsche Meister und Teilnehmer an Europa- und Weltmeisterschaften, Florian Brunner, auf Platz drei zeigte Lukas Spachtholz die Grenzen auf: Mit 383:373 Ringen unterstrich er seine Klasse. Mannschaftsführer Karl Greger stand auf Platz vier der mehrfachen Deutschen Meisterin Julia Hochmut gegenüber. Auch sie ließ nichts anbrennen und holte den Punkt mit 380:363 Ringen. Auf Platz fünf war Ersatzschütze Herbert Mattes. Ihm stand der Schweizer Staatsmeister Franz Roth gegenüber.

Der Eidgenosse hatte zwar einen schlechten Tag und erreichte "nur" 365 Ringe. Doch Mattes besiegelte seine Niederlage bereits mit den ersten fünf Schüssen - eine Neun, dreimal die Acht und sogar die Sieben. Er musste sich mit 356 Ringen geschlagen geben. Die Ludwigsburger nahmen somit die fünf Einzelpunkte und auch die Mannschaftspunkte mit.

Vor den Schützen liegen in der Saison noch drei Wettkampfwochenenden mit jeweils zwei Wettkämpfen. Für die Thumsenreuther besteht noch ein kleiner Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt: Am ersten Advent geht es in Waldkirch gegen Murrhardt-Karnsberg und gegen die HSG München, am dritten Advent in Waldenburg gegen die SSG Dynamit Fürth und ESV Weil am Rhein sowie am 15. Januar in Fürth gegen SV Kelheim-Gmünd und Willmandingen.
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