Lehrgeld zum Auftakt

Trotz guter Ergebnisse konnten die Thumsenreuther Schützen nicht punkten: (von links) Lukas Spachtholz, Horst Bauer, Sonja Weiß, Bernhard Stock und Mannschaftsführer Karl Greger. Bild: att
Sport
Krummennaab
13.10.2016
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Eine total neue Erfahrung war der Auftakt der Thumsenreuther Luftpistolenschützen in der ersten Bundesliga. Die Mannschaft mit einigen Fans im Gemeindemobil in Richtung Bodensee.

Thumsenreuth. Als Wettkampfort hatte der Deutsche Schützenbund die Bogensporthalle von Altheim-Waldhausen festgelegt. Das Team aus Thumsenreuth musste auf ihren Europameister und Deutschen Meister Simon Weiß verzichten. An seiner statt trat Ersatzschütze Horst Bauer an. Bereits im Training um 12 Uhr war eine deutliche Anspannung der Schützen trotz guter Stimmung bemerkbar.

Auch mit Ersatz


Dies steigerte sich bis zum Wettkampf um 16 Uhr gegen die Schießsportabteilung des TSV Ötlingen aus der Gemeinde Kirchheim unter Teck (bei Stuttgart am Rande der Schwäbischen Alb). Ötlingen trat ebenfalls mit einem Ersatzschützen an. Ein erster Sieg wäre theoretisch möglich gewesen. Doch die Thumsenreuther mussten Lehrgeld bezahlen. Die Aktiven waren durchweg nervös und konnten nicht an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen.

Sonja Weiß hielt zwar in der ersten Serie mit 93 Ringen mit dem isländischen Meisterschützen Asgeir Sigurgeirsson mit, musste sich aber dann doch mit 370:380 Ringen klar geschlagen geben. Lukas Spachtholz hatte seinen Gegner im Griff. Er bezwang Achim Rieger mit 369:367 Ringen. Mannschaftsführer Karl Greger passierte in der ersten Serie ein Fehler. Er traf eine Sieben, konnte aber trotzdem noch mit 91 Ringen schließen. Er kämpfte um jeden Ring und arbeitete sich an seinen Gegner heran. Letztendlich musste er sich Jörg Kobarg mit 368:371 geschlagen geben.

Horst Bauer und seinem Gegner Markus Geipel flatterten nur so die Nerven. Nachdem Bauer in der zweiten Serie mit 87 Ringen deutlich in Führung ging, holte sein direkter Gegner auf und punktete mit 349:351. Auch Bernhard Stock, der Neue in der Mannschaft, hatte erhebliche Probleme. Er musste seinen Punkt mit 357:370 Ringen an Stefan Scharpf abgeben. Somit mussten sich die Thumsenreuther mit einem Einzelpunkt und ohne Mannschaftspunkt zufrieden geben. In der Tabelle lagen sie aber trotzdem auf dem achten Platz. Zum zweiten Wettkampf des Wochenendes traten die Thumsenreuther am Sonntag um 11.30 Uhr an. Gegner war der Vorjahresmeister der Bundesliga, der SV Waldkirch aus dem bayrischen Schwabenland. Hier machten sich die Schützen wenig Hoffnung auf Punkte und schossen befreit auf. Sonja Weiß verlor mit einem guten Ergebnis (378:383) gegen den serbischen Meister Dimitrije Grgic.

Lukas Spachtholz musste seinen Punkt mit 374:378 Ringen gegen den 21-jährigen Bundes-Kaderschützen Matthias Hollerried abgeben. Nach der ersten Serie führte Karl Greger gegen Michael Frei mit 96:94 Ringen. Doch die zweite Serie wollte nicht gelingen (90 Ringe) und so musste auch er mit 373:374 Ringen seinen Punkt abgeben. Horst Bauer hatte sich etwas gefangen und erreichte 365 Ringe, die aber gegen Sebastian Kugelmann nicht reichten (377). Auch Bernhard Stock musste Federn lassen und seinen Punkt mit 354:359 Ringen abgeben. Damit rutschte die Thumsenreuther Mannschaft mit 1:9 Einzelpunkten und 0:4 Mannschaftspunkten auf den 10. Platz der Tabelle, punktgleich mit den beiden auf den Abstiegsplätzen rangierenden Teams.

Heimkampf: 12. November


Am 22./23. Oktober werden die Thumsenreuther schützen auf die etwa gleich starken Schützen aus Waldenburg und Altheim Waldhausen in Kirchheim treffen. Am 12. November folgt der Heimkampf in der Schulturnhalle von Krummennaab gegen Ludwigsburg. Spannung in den nächsten Wettkämpfen ist auf jeden Fall angesagt.
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