Einschlag in Hauswand
Rätseln über Unfallursache

Das zerstörte Schlafzimmerfenster zeigt: Der Einschlag war heftig. Warum der A4 so in das Haus krachte, ist immer noch unklar. Bild: hfz
Vermischtes
Krummennaab
15.11.2016
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Thumsenreuth. Zwei Tage nach dem spektakulären Unfall in Schmierofen herrscht immer noch Rätselraten über die Ursache. In der Nacht zum Samstag war ein 19-Jähriger mit seinem Audi A4 auf dem Weg Richtung Friedenfels von der Staatsstraße 2121 abgekommen und in ein Haus gekracht.

Bislang sei die Stelle nicht als Unfallschwerpunkt bekannt, berichten die Kemnather Polizei und Rainer Schwingshandl übereinstimmend. Der Kommandant der Thumsenreuther Feuerwehr war zwar schon häufiger auf dieser Staatsstraße bei Unfällen, bisher aber noch nie an dieser Stelle und auch an einen solch heftigen Unfall kann er sich an keinen so schweren Unfall zwischen Thumsenreuth und Friedenfels erinnern. "Der Anblick war schon nicht ganz ohne", sagt der Chef der Thumsenreuther aktiven Wehr.

Auf etwa zwei Meter Höhe war der A 4 in die Hauswand eingeschlagen, nachdem ein Komposthaufen es wie eine Sprungschanze hatte abheben lassen. An der Mauer waren mehrere Risse zu erkennen, stellenweise waren die Ziegelsteine nach hinten verschoben. Die Statik des Hauses sei aber wohl nicht in Gefahr gewesen, sagt Schwingshandl der von 3.30 bis 7.30 Uhr an der Unfallstelle im Einsatz war. Ein Schock dürfte der Unfall besonders für den Hausbewohner gewesen sein, der direkt hinter der Einschlagstelle sein Schlafzimmer hat. Er wollte nicht darüber sprechen, wie er den Unfallhergang erlebt hat.

Auch die Kemnather Polizei gibt sich zurückhaltend. Es gebe keine neuen Erkenntnisse hieß es am Montag lediglich. Von einem Gutachter erhoffen sich die Beamten Aufklärung, weshalb das Auto von der Straße abkam und weshalb es auch danach nicht langsamer wurde. Wann das Ergebnis vorliege, lasse sich nicht sagen. Es könne schnell gehen, aber auch Wochen dauern.

Offen ist außerdem, ob Alkohol bei dem Unfall eine Rolle gespielt hat. Das Ergebnis einer Blutentnahme liege noch nicht vor. "Eine Befragung der Unfallbeteiligten war bislang nicht möglich", sagt der Leiter der Polizeiinspektion Kemnath, Bernhard Gleißner. Sie liegen weiter mit schwersten Verletzungen in Kliniken in Regensburg und Nürnberg.
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