Spektakulärer Unfall mit zwei Schwerverletzten
Audi kracht in Hauswand

Der Anblick des Fahrzeugwracks ließ das Schlimmste befürchten. Dass die Einsatzkräfte die beiden 19-Jährigen Insassen mit „nur“ schweren Verletzungen aus dem Audi retten konnten, gleicht einem Wunder. Bild: hfz (Foto: Feuerwehr Krummennaab)
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Krummennaab
12.11.2016
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Ein Knall beendet am frühen Samstagmorgen die Nachtruhe in Schmierofen. Ein 19-Jähriger verliert die Kontrolle über seinen Audi A4. Das Auto kommt von der Straße ab und kracht in ein Wohnhaus in dem Krummennaaber Ortsteil. Fahrer und Beifahrer verletzen sich schwer.

Krummennaab. (wüw) Die Szenerie hat Eindruck hinterlassen bei den Einsatzkräften, die gegen 3.30 Uhr an der Unfallstelle eintrafen. Die Feuerwehr Windischeschenbach schreibt auf ihrer Facebook-Seite von einem „Albtraum“ und einem Anblick, der „auch so manchen erfahrenen Kameraden zum Nachdenken brachte“. Der A4 lag völlig demoliert, die Räder nach oben, im Garten des Hauses. Es gleicht einem Wunder, dass die beiden Insassen überlebten. Wie heftig der Aufprall gewesen sein muss, zeigt die Hausmauer. Mehrere, teils tiefe Risse markieren die Stelle des Einschlags.

Wie es zu dem Schock-Szenario kommen konnte, ist noch unklar. Ein Gutachter soll Aufklärung bringen. Fest steht, dass der junge Fahrer auf der Staatsstraße 2121 von Thumsenreuth in Richtung Friedenfels unterwegs war. Gegen 3.15 Uhr kommt das Auto nach rechts von der Straße ab. Zu diesem Zeitpunkt ist der A4 aber noch etwa 100 Meter von Schmierofen entfernt. Doch das Auto wird nicht langsamer: „Das Fahrzeug fuhr nahezu ungebremst durch eine Wiese, durchschlug den Gartenzaun des Anwesens und prallte an die Hausmauer“, heißt es im Bericht der Kemnather Polizei.

Beide eingeklemmt

Ein Komposthaufen soll das Auto in die Luft katapultiert haben, so dass es in etwa zwei Metern Höhe in die Wand einschlug. Weshalb der Wagen nicht langsamer wurde, kann der Bericht nicht erklären. Der restliche Ablauf ist wieder genau dokumentiert: Zwei Rettungshubschrauber brachten den 19-jährigen Tirschenreuther und seinen gleichaltrigen Beifahrer aus Wiesau schwerverletzt in die Uni-Klinik Regensburg und das Klinikum Nürnberg Süd. Die beiden Männer waren im Auto eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Der Schaden am Haus soll im fünfstelligen Bereich liegen. Das Auto hat nur mehr Schrottwert. Die Schadenshöhe liegt laut Polizei hier bei rund 5000 Euro. Der Staatsanwalt beauftragte einen Gutachter mit einem „unfallanalytischen Gutachten“. Dazu wurde das Fahrzeug sichergestellt.

Vier Notärzte im Einsatz

Zur Versorgung der Verletzten waren zwei Notärzte und die Besatzungen zweier Rettungsfahrzeuge an der Unfallstelle. Für den Abtransport und zur weiteren Versorgung flogen zwei Rettungshubschrauber mit Notarztbesatzungen. Zur Rettung der eingeklemmten Verletzten waren die Feuerwehren aus Thumsenreuth, Krummennaab, Erbendorf und Windischeschenbach eingesetzt.
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