Sportschütze Simon Weiß
Schießen ist Kopfsache

Bild: Mit der Freien Pistole ist Simon Weiß aus Windischeschenbach Vizemeister beim Weltcup in Suhl geworden. Drei Mal in der Woche trainiert er im Thumsenreuther Schützenhaus für seine guten Leistungen. Bild: zaf
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Krummennaab
19.05.2016
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Persönliche Bestleistung und Platz zwei unter 560 Sportlern aus 45 Nationen. Das erreichte der Windischeschenbacher Simon Weiß beim Junioren-Weltcup der Schützen in Suhl.

Thumsenreuth. Den zweiten Platz erzielte er mit der Freien Pistole. Dabei hatte er eineinhalb Stunden Zeit, um 60 Schüsse abzugeben. "Dabei benötigt man körperliche und auch geistige Ausdauer", sagt Weiß.

Er sei aber sowieso eher ein Wettkampftyp, den die Nervosität nur noch mehr ansporne. Weiß nutzte den Weltcup auch als Training für die anstehende Europameisterschaft Mitte Juni in Tallinn. "Es ist immer schön, sich messen zu können und zu sehen, ob ich mit den anderen mithalten kann." Seit sieben Jahren macht er Schießsport, im Thumsenreuther Schützenverein ist Weiß schon seit seiner Geburt. "Meine Mutter ist in der Nationalmannschaft und mein Vater ist auch im Verein", erklärt der 19-Jährige. Somit war seine Zukunft im Schießsport in gewisser Weise vorprogrammiert.

Dreimal die Woche


Dreimal in der Woche trainiert er unter anderem in Pfreimd. Dazu kommen noch körperliches und mentales Training. "Man geht den Schussablauf vorher im Kopf durch und lernt, sich zu konzentrieren." Weiß schießt sowohl mit der Freien Pistole als auch mit der Luftpistole, erstere wird mit Kleinkaliber geschossen. Noch ein Jahr ist Simon Weiß im Juniorenbereich, dann zählt er zu den Erwachsenen. "Der Übergang wird nicht leicht." Aber er möchte auch weiterhin bei den Wettbewerben ganz vorne mitmischen.

Bereits bei der EM im Februar ist er mit der Mannschaft Dritter geworden, außerdem ist er Vizemeister mit der Sportpistole. "Dadurch, dass meine Eltern auch schießen, bin ich sozusagen damit aufgezogen worden. Mit zehn Jahren hatte Weiß mit dem Bogenschießen beim BSC Bärnau begonnen, hat aber mittlerweile mit der Sportart aufgehört.

"Wichtig ist von Anfang an ein guter Trainer, der Erfahrung hat und motiviert", erklärt Vater Thomas Weiß. Er legt Wert auf einen Verein mit einer guten Jugendarbeit. "Der Sport muss auch Spaß machen." Schießen ist Kopfsache. Dabei sei nicht nur die Technik wichtig. Man brauche Selbstbeherrschung und müsse auch mit Nervosität umgehen können, dass man seine Leistungen nicht nur im Training, sondern auch beim Wettkampf zeigen könne.

Auf dem Motorrad


Natürliche dürfen auch Beruf und Freizeit bei Simon Weiß nicht zu kurz kommen. Er lernt gerade im zweiten Jahr Werkzeugmechaniker bei der Firma Zechmeyer in Hütten, die ihn bei seinem zeitaufwendigen Sport unterstützt, zum Beispiel wenn er für eine Meisterschaft oder eine EM länger nicht da ist. In seiner Freizeit hat es dem 19-Jährigen auch der Motorradsport sehr angetan.
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