Tipps für Angehörige: Pflegedienstleiterin und Demenzbeauftragte Elfriede Schwarzmeier ...
Gegen das Vergessen

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Krummennaab
25.10.2016
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Zu einem interessanten Abend zum Thema "Demenz" hatte der Pfarrgemeinderat Krummennaab/Thumsenreuth ins Pfarrheim nach Krummennaab eingeladen. Pfarrgemeinderatssprecherin Elfriede Schwarzmeier fungierte als Referentin. Sie stellte sich vor als Pflegedienstleitung der Steinwaldklinik in Erbendorf und Demenzbeauftragte. Zahlreiche Zuhörer, darunter auch Pater James, erlebten einen informativen Abend. Schwarzmeier erörterte in einer Powerpoint-Präsentation über Ursachen und Formen der Demenz und gab Tipps im Umgang mit Erkrankten. Sie erklärte auch, dass es schwer sei zu diagnostizieren, um welche Art von Demenz es sich handle. Prominente Beispiele seien der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan oder der ehemalige Schalke-Manager Rudi Assauer.

Gegen Demenz gebe es kein Heilmittel. Wichtig sei aber die richtige Aufklärung und ein rechtzeitiger Arztbesuch zur Abklärung. Demenz bedeute Kontrollverlust. Demenzkranke könnten sich im Alltag nicht mehr "kontrollieren". Was oft ein großes Problem für die Gesellschaft und das Umfeld darstelle.

Freunde und Verwandte zögen sich vom Erkrankten zurück. Die betroffene Familie sei oft isoliert. Laut einer Statistik werde sich die Zahl der Erkrankten von derzeit rund 1,3 Millionen bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Ein Demenzkranker in der Familie sei im häuslichen Bereich eine Herausforderung für die ganze Familie. Demente hätten auch ihre eigene Sprache. Einfache Begriffe fielen den Erkrankten oft nicht mehr ein. Oft würden sie sich in ein Leben in der Vergangenheit zurückziehen. Sich darauf einzulassen, sei für pflegende Angehörige oft nicht einfach.

Auch bei verschiedenen Problemsituationen wie Weglaufen, Begriffe nicht verstehen, Verständigungsprobleme, alles durcheinander bringen, Essen und Wahrnehmungsstörungen gab die Fachfrau wertvolle Tipps. Wer Fragen hatte, konnte diese direkt während oder nach dem Vortrag stellen. Pfarrgemeinderätin Karin Krenkel dankte der Referentin für ihre fundierten Worte.
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