Gemeinde Krummennaab treibt Renovierung voran - Noch keine Einigkeit in Sachen Treppenlift
Umbruchstimmung im Rathaus

Wirtschaft
Krummennaab
26.06.2015
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Erst einmal ums Geld ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Im Mittelpunkt standen die Jahresrechnungen für 2012 bis 2014. Was üblicherweise eine reine Formalie ist, führte zu kleinen Irritationen. Bei der Belegprüfung dieser drei Jahre am 15. Juni wurden keine buchungstechnischen Fehler festgestellt. Die Richtigkeit der Zahlungen und Einnahmen wurde der Verwaltung von den Mitgliedern des Finanzausschusses, Reinhard Naber, Johannes Grünbauer (CSU), Karin Krenkel und Wolfgang Bauer (SPD) und von Prölß Jürgen und Herbert Matthes (Freie Wähler) bereits am Tag der Überprüfung durch Unterschrift bestätigt.

Falsches Konto?

Etwas verwundert nahm das Gremium daher den Einwurf von Herbert Mattes (Freie Wähler) in der Sitzung zur Kenntnis. Eine Zahlung von 2000 Euro sei durch die Gemeinde Krummennaab überwiesen worden, dabei hätte der Betrag vom Konto der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab abgebucht werden sollen. Warum Mattes dies allerdings bis zur Sitzung zurückgehalten hatte und nicht bereits bei der Belegprüfung beanstandet hat, verstand die Verwaltung nicht. "Die Belegprüfung ist zwar durch die Unterschriften endgültig abgeschlossen, aber sollte hier ein Fehler unterlaufen sein, wird dieser natürlich noch berichtigt", so Bürgermeister Uli Roth.

Im Rathaus herrscht immer noch große Umbruchstimmung. Nachdem die Büros im ersten Stock schon so gut wie fertig renoviert wurden, ist nun der Sitzungssaal an der Reihe. Für den neuen Sitzungstisch bekam das Angebot der Schreinerei Meier den Zuschlag. 5747,70 Euro waren das preiswerteste Angebot. Die Innenputzarbeiten bekommt die Firma Acus-Tro für 1361,30 Euro. Im Rahmen dieser Umbauarbeiten besteht nun auch die Möglichkeit einen barrierefreien Zugang im Rathaus durch Einbau eines Treppenliftes zu schaffen. Die Kosten belaufen sich auf 15 000 Euro.

Dieser Vorschlag sorgte für Diskussion. Jakob Gallersdörfer gab zu bedenken, dass so ein Lift nicht gleich barrierefrei bedeute. "Ein Rollstuhlfahrer kann zwar von unten nach oben fahren, benötigt oben aber auch einen weiteren Rollstuhl." Herbert Mattes stellte die Sinnhaftigkeit eines solchen Treppenliftes an sich in Frage. "Wir sollten unsere Kraft lieber in andere Bereiche stecken." Auch kam die Frage auf, wie viele Bürger diesen Service denn überhaupt nutzen würden. SPD-Sprecher Max Sieder mahnte: "Wir werden immer älter, dass sollten wir bedenken." Schließlich stellte der Gemeinderat einen Entschluss erst einmal zurück.

Breitband geht voran

Endlich schnelles Internet! Der Breitbandausbau im Gemeindebereich wird täglich weiter vorangetrieben. Zur Planung weiterer Erschließungsmaßnahmen wurde mit der Breitbandberatung Bayern Verbindung aufgenommen. Diese gab ein Angebot von 3995 Euro ab, welches einstimmig vom Gremium und vor allem von den Räten aus solchen Randgebieten angenommen wurde.

Aufgrund der Energieeinsparverordnung muss jedes öffentliche Gebäude in der Gemeinde einen Energieverbrauchs- und einen Energiebedarfsausweis besitzen. Zur Erstellung wurden Angebote von drei regionalen Firmen eingeholt. Das wirtschaftlichste hat die Firma Weiß aus Tröstau zum Preis von 1963,50 Euro abgegeben. Einstimmig beschlossen die Räte, diese Offerte anzunehmen. Bereits in einer vergangenen Sitzung stellte die Firma Ebenschwanger den Antrag zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung für den Schulrangen. Neben dem Angebot der Bayernwerke holte die Verwaltung ein Angebot der Firma Delsana für Solarlampen ein. Ein solcher Mast mit integrierter LED-Leuchte würde rund 714 Euro kosten. Die Räte waren sich auch hier einige, einen solchen Lichtmast für den Schulrangen zu bestellen.

Im Rahmen der laufenden Arbeiten zur Verlegung der Glasfaserkabel in Thumsenreuth erscheint es angebracht, den Einfahrtstrichter des Hammerwegs in die Staatsstraße, nicht nur fleckenweise wieder herzustellen, sondern aufgrund des derzeitigen Zustands großflächig zu asphaltieren. Ein Angebot der ausführenden Firma FBG Bayreuth lag vor. Die Meinung über die Fraktionen verteilt war jedoch, hier keinen vorschnellen Entschluss zu fassen. Erst sollten Angebote weiterer Firmen eingeholt werden.

Über ein weiteres Angebot mussten die Räte zum Thema Friedhof abstimmen. Gerd F. Tippl würden das vorhandene Kreuz aus dem Alten Friedhof für 1428 Euro restaurieren. Anschließend wird es im Waldfriedhof aufgestellt. Auch hier hatten die Räte keine Einwände und akzeptierten das vorgelegte Angebot.
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