Fit und motiviert: Junge Tänzer trainieren in Kümmersbruck für die “Battles”
B-Boy, B-Girl, Breakdance!

Coole, große Klamotten gehören zum Breakdance dazu. (Foto: Madsen)
Freizeit
Kümmersbruck
11.05.2016
39
0
 
(Foto: Madsen)
(Manuela Madsen)

Schon Ende der 70er Jahre war die Tanzform Breakdance auf den Straßen von New York eine Form der Hip-Hop-Bewegung. Was in den 80er Jahren auch bei uns sehr populär war, ist heutzutage wieder eine eher elitäre Sache und abgesehen von Amerika kaum noch zu finden. In Kümmersbruck aber schon.

Hip-Hopper alias Breakdancer sind anders als früher auf den Plätzen vor Sehenswürdigkeiten in den Großstädten Europas nur noch selten mit ihren Ghettoblastern anzutreffen. Ihre Auftritte stehen aber immer noch im Zeichen der musikalischen und tänzerischen Interpretation von Gewalt zwischen städtischen Straßenbanden.

Was in den Bronx von New York begann, wird heute noch in Kümmersbruck fortgeführt. Hier nämlich trainiert Nadine Baumann ihre Tänzerinnen und Tänzer in der recht athletischen Variante des Hip-Hops, in Breakdance. Im Kindergarten Arche Noah werden regelmäßig Gruppen von Kindern und Jugendlichen zu "Bad Boys" oder "Bad Girls". B-Boying bzw. B-Girling war der ursprüngliche Begriff des Breakdance.

Ab sechs Jahren empfiehlt Nadine Baumann das Training, das aber schon eine gute körperliche Verfassung der Kids voraussetzt. Fit und motiviert sind die Jungs und Mädls ihrer Tanzgruppen. Sie werden übrigens nach Alter und Können in einzelne Trainingsgruppen eingeteilt.

Nadine Baumann trainiert ein- bis zweimal wöchentlich mit ihren Schützlingen und legt dabei viel Wert auf die Mischung aus Tanz und Akrobatik. Sie selbst hat Breakdance vor ungefähr fünf Jahren in Nürnberg und Regensburg an angesehenen Tanzschulen erlernt und hart trainiert. Ihre ersten Unterrichtsstunden hielt sie dann im Amberger Jugendzentrum JUZ ab.

Heute trainiert Nadine Baumann für sich selbst und unterrichtet Breakdance in der „Arche Noah“. Sie hat meist fünf bis sechs Schüler in einer Gruppe - freie Plätze sind gefragt und rar. Im Kindergarten wird Breakdance als eigenes Projekt gefördert. Hier hat Nadine Baumann ihre Räumlichkeiten, die sie auch für das Training mit Schulkindern oder Teenagern nutzen kann.

Auftritte der Breakdancer sieht man regelmäßig bei Veranstaltungen. Früher hieß ein solcher "Auftritt" der Straßgengangs "Battle" - ein Kampf also, der die sozialen Spannungen aller Rassen widerspiegeln sollte. Breakdance ist nämlich unabhängig von Hautfarbe oder Religion zu sehen. Aber die Tanzform bedient sich einer Clique.

Zusammenhalten, Stärke zeigen, kämpfen – all das spiegeln auch schon die Auftritte der ganz Kleinen wider. Ernste Miene, harter Auftritt und lockere Kleidung, die meist zu groß getragen wird: Cool muss man aussehen. Und cool sieht es wirklich aus, wenn man den einzelnen gegeneinander antretenden Tänzerinnen und Tänzern zusieht, die sich zu ihrem Freestyle bewegen.

Die Choreografie hierzu konzipiert Nadine Baumann meist selbst. Oft aber überraschen die Kinder dann auch schon mit ihren eigenen Kreationen, dem freien Stil eben. Der musikalischen und tänzerischen Kreativität werden kaum Grenzen gesetzt, solange sie im Rhythmus des Hip-Hops bleiben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.