Hobby-Gärtner zieht 8,5 Meter lange Pflanze
Wucherndes Zucchini-Monster

Eine meterlange Zucchini schlängelt sich durch den Garten von Uli Schmitz in Lengenfeld. Bild: blu
Freizeit
Kümmersbruck
17.09.2016
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Lengenfeld. "Da ist es, das Monster", stellt Uli Schmitz seine Zucchini-Pflanze vor. Der Hobby-Gärtner nimmt Maß und beweist: Das Gewächs ist wirklich 8,5 Meter lang. Mit Zahlen kennt sich der pensionierte Mathematiklehrer aus. Er weiß sogar, wie viele Früchte er bis jetzt von seinem Gojibeeren-Strauch geerntet hat: 1600. "Das Zählen ist ein kleiner Spleen von mir", erzählt er. Doch das Meterband legt er nicht bei allen Pflanzen an, nur bei seiner rekordverdächtigen Zucchini.

Der regenreiche Frühsommer ließ die wasserliebende Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse in vielen Gärten wuchern. "Aber diese Länge ist schon etwas Besonderes", gibt Gartenfachberater Werner Huber zu. Dabei warnt der Fachmann davor, zu viele Früchte an einer Ranke wachsen zu lassen: "Das wirkt sich negativ auf den Geschmack aus." Schmitz' Zucchini-Monster bekommt jeden Tag fünf Liter Wasser aus seinem Regenspeicher. Doch das sei nicht der Grund für die beachtliche Länge, ist sich der 60-Jährige sicher: "Das liegt an den Genen, das ist ein Ausreißer."

Mit den Garten-Tipps hält sich der Rentner nicht lange zurück. "Abfälle von Rhabarber, Gurke und Zucchini sind wunderbar für den Kompost. Da haben Sie am Ende Humus, der zu einem Drittel aus Regenwürmern besteht." Gartenfachmann Huber warnt jedoch davor, Zucchini und Kürbisse auf dem Kompost wachsen zu lassen, denn: "Das sind Starkzehrer, die ziehen zu viele Nährstoffe aus dem Boden."

Unbedingt vermeiden sollte man auch, Zucchini direkt neben Zierkürbisse zu pflanzen. Bestäuben Bienen die Zucchini mit den Pollen der giftigen Zierkürbisse, kann der Konsum der essbaren Zucchini-Früchte tödlich sein. Huber erinnert an einen Fall im vergangenen Jahr, als deshalb sogar ein Rentner starb.
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