Kneipp-Becken in Theuern gründlich saniert
Zum zweiten Mal eingeweiht

Natürlich wurde das Theuerner Kneippbecken bei seiner zweiten Einweihung auch gleich ausprobiert: Jetzt ist hier alles, wie es sein soll. Bild: e
Freizeit
Kümmersbruck
01.06.2016
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"Im Wasser liegt Heil": Sebastian Kneipp wird diese Erkenntnis zugeschrieben. Im Kneippbecken in Theuern lag aber eher Unheil - die Anlage, nach ihrer Einweihung zunächst sehr gut angenommen, hatte erhebliche Mängel. Jetzt bekommt sie eine zweite Chance.

Thuern. (e) Das Becken ist gründlich saniert worden. Am Montag bei der Wiedereröffnung sprach Bürgermeister Roland Strehl davon, dass die jetzt bestehende Variante sogar "um einiges teuerer war als die erste".

Aber dafür, da sind sich alle sicher, ist und bleibt es nun ein Kneippbecken, wie man es sich nur wünschen kann. Darüber freute sich auch der Vorsitzende des Heimatvereins in Theuern, Herbert Breitkopf. Er hatte mit seinen Kollegen schon 2010 und auch danach eine fünfstellige Summe aus der Vereinsschatulle verwendet, um das Drumherum mit Pavillon und Sitzbänken zu gestalten. Zur Wiedereröffnung hat der Verein noch zwei neue Spielgeräte für Kinder aufgestellt und die Gemeinde ein Fitnessgerät für Senioren.

Der Bauhof trug 2014 die Hauptlast der Arbeiten, um die Kneippanlage praktisch völlig neu zu gestalten. Man hat jetzt zum Beispiel das Becken stark verkleinert, auf ein Drittel der früheren Größe. Außerdem wird ausschließlich Frischwasser zugeführt: "Jetzt sind wir auf dem neuesten Stand", betonte Strehl bei der Einweihung. Damit ist das Kneippbecken in der Nähe des Radwegs erneut seiner Bestimmung zugeführt.

Ein Blick zurück"Die Schüttung war zu wenig, das Wasser hat sich zu sehr erwärmt, das Becken - mit 16 x 7 Meter in naturnaher Bauweise erstellt - war viel zu groß", sagt Bürgermeister Roland Strehl über das Kneipp-Becken: "Die Anlage in naturnaher Bauweise zu errichten und mit Grundwasser zu speisen, brachte ein zwiespältiges Ergebnis."

So wurde aus der nach langer Vorgeschichte 2010 umgesetzten Idee des Heimat- und Verkehrsvereins Theuern nach zwei Sommern eine gelb-braune Brühe - ein Eldorado für Algen, Enten, Gänse und Hunde. Die Kosten für den Bau der Anlage beliefen sich seinerzeit auf rund 50 000 Euro, wovon 50 Prozent aus einer Leader-Förderung kamen. (e)
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