Anja Kraus stellt in Theuern aus
Im magischen Schloss

Kultur
Kümmersbruck
23.03.2016
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Immer spielt in den Bildern das Kulturschloss eine Rolle. Kein Wunder: Künstlerin Anja Kraus hat diese Werke eigens für ihre Präsentation in Theuern geschaffen. Sie sollen die Fantasie des Betrachters anregen im Chateau de la Magie - eine etwas andere Ausstellung im "magischen Schloss".

Theuern. "Du stehst inmitten eines Raumes, erleuchtet vom melancholischen Schein des Mondes, der durch das Glas des hohen Schlossfensters fällt und jeden Winkel des Zimmers mit Magie bemalt. Die tiefen Falten der roten Vorhänge entwerfen ein Kunstwerk aus länglichen Schattenspielen": Ihre Eindrucke hat Anja Kraus, Mitglied im Amberger Kunstverein, in fantastischen Bildern rund um das Schloss Theuern umgesetzt. Die junge Künstlerin, Jahrgang 1988, hat ihre Acrylgemälde und extravaganten Stilmittel bewusst eingesetzt, um in der Weite ihres Schaffens für ihre Träume und Gedankenspiele einen passenden Raum zu finden.

Zauber der Märchenwelt


"Mich inspirieren neben den unterschiedlichen Menschen um mich herum die Schönheit der Natur, die zeitlosen und besondere Momente und kleinen Details, die sich überall verstecken, auch die Traumwelt. Der Zauber der Märchenwelt zieht mich in ihren Bann", sagt Anja Kraus. Das Kulturschloss ist für sie nicht nur Präsentationsraum - es ist auch eindeutig in ihren Bildern erkennbar. "Chateau de la Magie" lautet der Titel der Ausstellung, die so bemerkenswert ist, wie es die Vernissage dazu war. Üblicherweise sind diese Eröffnungen in Theuern Sonntagvormittag, diesmal aber Samstagabend - schon daraus ließ sich die Einmaligkeit entnehmen.

Bodypainting zum Auftakt


Anja Kraus ist selbst ein Gesamtkunstwerk, wie es Museumsleiter Michael Ritz ausdrückte. Die Vernissage trug dem Rechnung: Eigens dafür wurden fantastische Kostüme entworfen, präsentiert von sogenannten Maitresses de l' Art. Dabei spielte auch Bodypainting eine wichtige Rolle. Stundenlang wurde an den Modellen gearbeitet, um das farbenprächtig darzustellen, was die vielen Besucher dann bestaunen konnten.

Die drei Modelle, selbst zu lebenden Kunstwerken geworden, zogen beinahe mehr als die herrlichen Bilder die Blicke auf sich. Zumindest am Anfang war das so. Außergewöhnlich war auch die Videoprojektion Skyframe von den OTH-Studenten Bernd Kammerer und Daniel Nickel: ein Film, im Schloss gedreht, mit einem zauberhaften, magischen Augenzwinkern.

Eine eigenwillige und ganz andere Ausstellungseröffnung. Auch deshalb, weil Michael Ritz aus dem Buch von Anja Kraus die Bedeutungen der Werke in Wort und Bild erkennbar machte und so die Besucher inspirierte. Anja Kraus, eine Aschacherin, hat seit ihrer Kindheit nie etwas anderes tun wollen, als der Kunst zu frönen. Sie tat offensichtlich gut daran, wie ihre Bilder beweisen.
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