Ausstellung in Holysov
Kunst als Form der Freundschaft

Löffel in einer kunstvoll glasierten Keramik integriert - die Werke von Christine Lottner sind dekorativ und ungewöhnlich zugleich. Bild: hfz
Kultur
Kümmersbruck
11.10.2016
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Seit 1992 besteht die Partnerschaft der tschechischen Stadt Holysov mit Kümmersbruck, seit 2005 findet ein regelmäßiger Jugendaustausch statt. Jetzt haben die beiden Gemeinden im Bereich der Hobbykunst ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Kümmrsbruck. (e) Im Haus der Geschichte in Holysov wurde eine Ausstellung eröffnet, die Hobbykünstler aus vorbereitet hatten. Von Christine Lottner waren Keramiken zu sehen, Brigitte Herrneder stellte die Kunst der Kalligraphie vor und Anna Klaus präsentierte kunsthandwerkliche Exponate aus Aluminium. Christine Lottner und Brigitte Herrneder waren selbst nach Holysov gefahren, um die Ausstellung aufzubauen und dann auch bei der Vernissage dabei zu sein. Beide wurden von Bürgermeister Jan Mendrec und Josef Hais, Leiter des Hauses der Geschichte, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Ondrej und Lucia begrüßt. Drei Klarinettisten aus der Musikschule Holysov sorgten für die Umrahmung der Eröffnung.

Spezielle Drucktechnik


Becher, Tassen, Dosen und mehr - Christine Lottner hatte kunstvoll glasierte Keramiken ausgestellt, die auch als Gebrauchsgeschirr verwendbar wären, wie sie sagt. Mit Drucktechnik wurden die Keramiken zu dekorativen Objekten. Lottner begann 2002 eine Berufsausbildung zur Baukeramikerin und schloss diese 2006 an der Berufsschule für Keramik in Landshut ab. Verschiedene Workshops, Drucken auf Ton zum Beispiel, haben sie bekannt gemacht, ihre Werke entstehen daheim in ihrer Werkstatt in Moos.

Brigitte Herrneder widmet sich schon geraume Zeit der schönen Schrift. Ihre kalligraphischen Arbeiten zeugen von jahrelanger Leidenschaft, von anhaltender Fortbildung bei nationalen und internationalen Künstlern. "Ein Text ist nicht nur Träger einer Information, er sollte auch eine ästhetische Funktion erfüllen", lautet ihr Credo. Von ihrem Können und Wissen profitieren seit Jahren viele Teilnehmer an von ihr geleiteten Kursen. Kleinformatige Arbeiten auf Papier und Leinwand, dazu Leporellos, handgemachte Büchlein und kalligrafische Skizzenbücher stellt sie aus. Aluminium ist das bevorzugte Material von Anna Klaus, die daraus handwerkliche Artikel gefertigt hatte, nicht für den täglichen Gebrauch, aber mit viel Ideenreichtum und attraktiv gestaltet.

Nach der Eröffnung durch Jan Mendrec ergab sich bei der Vernissage genügend Zeit, um mit den Künstlern aus Kümmersbruck und den Offiziellen der Stadt ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung fand bei der Bevölkerung in Holysov beachtliches Interesse, das Team des Hauses hatte die Gäste aus der Oberpfalz kulinarisch reichlich bedient. Haus-Leiter Josef Hais sah in der Ausstellung "eine gelungene Aktion, um die Städtepartnerschaft zu pflegen". Er könne sich einen weiteren Austausch auf dieser Ebene auch für 2017 vorstellen. Bis Sonntag, 16. Oktober, sind die Exponate der drei Künstlerinnen in Tschechien noch zu betrachten, danach wird die Ausstellung Bethlehem zu sehen sein.

Doppeltes KonzertIm Zuge der Partnerschaft Holysov und Kümmersbruck gibt es am Sonntag, 16. Oktober, bereits einen weiteren Berührungspunkt. An diesem Tag besuchen etwa 50 Senioren aus Tschechien die Gemeinde. Ein doppeltes Adventskonzert ist zunächst am Sonntag, 27. November, in Kümmersbruck, und am Sonntag, 4. Dezember, in Holysov geplant. Die Gruppe Cababana und andere Aktive werden sich daran beteiligen, heißt es seitens der Gemeinde. (e)
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