Karin Sands New Orleans Brass Band in Theuern
Stimmung wie in Louisiana

Nicht nur mitreißende Musik, auch grandiose Schauspielkunst brachte Karin Sands (rechts) mit ihrer New Orleans Brass Band ins Kulturschloss Theuern: Dabei vergaßen sowohl die Akteure auf der Bühne als auch ihr Publikum, dass sie nicht in Louisiana weilten, sondern im Vilstal. Bild: e
Kultur
Kümmersbruck
24.03.2016
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An sich ist es ja eine marschierende Band, wie man sie vorzugsweise im US-Bundesstaat Louisiana, genau gesagt in New Orleans, der Wiege des Jazz, findet. Die Karin Sands New Orleans Brass Band marschierte in Theuern durch einen ausverkauften Saal im Kulturschloss.

Thuern. (e) Also doch Theuern, nicht New Orleans. Aber "es war so eine gute Stimmung, dass wir das gar nicht mehr gemerkt haben", machte Karin Sands nach dem gut zweistündigen Konzert dem Publikum ein Kompliment. Ein Jazzfrühschoppen stand auf dem Kulturprogramm: Bei Weizen, Weißwurst, Wein und Brezen holten die sieben Musiker einen Hauch des amerikanischen Südens nach Theuern, sozusagen vom Mississippi an die Vils.

Die Karin Sand New Orleans Brass Band, das sind Harald Sand (Cornet, Vocals), Stefan Luchner (Snaredrum), Simie Büring (Sousafon), Stefan Möhrlein (Posaune), Dr. Hermann Krehn (Posaune), Thomas Kiesling (Tenorsaxofon) und natürlich Karin Sand, die quirlige Frau an der Basstrommel - eine Musikerin mit viel Schauspieltalent und Ehefrau von Harald Sand. Die Franken haben sich der faszinierenden Parademusik aus New Orleans verschrieben, mit ihrem ganz speziellen Rhythmus und mitreißender Stimmung: Das kam auch in Theuern deutlich rüber.

Der geneigte Fan konnte sehr wohl erkennen, dass die sieben gerne miteinander Musik machen - mit großem Repertoire und viel Unterhaltungskunst, zur Freude des Publikums. Sie fingen ganz langsam an - mit dem Gospelsong "Just a closer walk with thee". Der beginnt getragen, um sich dann immer mehr zu steigern. Da war es nicht schwer, das Publikum sofort aus der Reserve zu locken.

Das altbekannte Jambalaya von Hank Williams, Icecream oder der Night Train ließen die Brillanz der Musiker deutlich erkennen. "I'll fly away", Karin Sands Lieblingslied, ließ das Publikum geradezu zauberhaft mitschweben. Es folgte der Band gerne mit in die Südstaaten, klatschend und singend - ein wunderbares Erlebnis.

Natürlich ging's am Ende nicht ohne Zugabe: Karin Sand, von der Basstrommel fast erdrückt, legte sich dafür sogar auf zwei Stühle, ehe sich die Band aus Theuern verabschieden durfte.

Die Resonanz war enorm: Viele Zuhörer suchten danach den Kontakt zu den Protagonisten, dankten ihnen persönlich für die einzigartige Kombination von Südstaatenmusik und Schauspielkunst.
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