Pura Crema im Kulturschloss Theuern
Mit Glas und Balafon

Pura Crema machten in Theuern ihrem Namen alle Ehre: Was sie im Kulturschloss auf ihren außergewöhnlichen Konzerten präsentierten, war wirklich allererste Sahne. Bild: e
Kultur
Kümmersbruck
16.11.2016
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Was seine Band so einmalig macht, wurde er gefragt. Leader Heinz Grobmeier fiel die Antwort nicht schwer: "Wir sind unverwechselbar, denn was wir auf die Bühne bringen, das macht sonst niemand".

Theuern. Damit lag er zweifelsohne richtig: Er und seine Allround- und Vollblutmusiker Peter Knoll und Frank Wendeberg boten bei ihrem Auftritt als Pura Crema im Kulturschloss Theuern ein stilistisch vielseitiges Programm vom Mittelalter bis zur Moderne, einen globalen Ethnomix, viurtuos, außergewöhnlich, kurzum ein ganz besonderes Hörerlebnis - Pura Crema eben, allererste Sahne.

Auch optisch spektakulär


Und die war ganz außergewöhnlich in Szene gesetzt, durch ein Novum im Saal, kreiert von Christian Hawlitschek vom Kunstverein Graz: Eine Dia-Installation mit kleinen Hintergrundbildchen, eingepackt in buntes, abstraktes Licht, den ganzen Raum samt Bühne einbeziehend. Das optisch spektakulär zu bezeichnen, ist nicht übertrieben.

Balafon, Steel-Drum, Djembe, Okarina, Dudelsack, Kalimba, Blasinstrumente von der kleinen Glaspfeife bis zum riesigen Didgeridoo: Die drei Musiker beherrschen rund 30 Instrumente, teils selbstgefertigt, und auch bayerische Gefilde wurden bei der Präsentation nicht ausgelassen. Das afrikanische Banankeledaga erklang ebenso wie die traditionelle griechische Melodie Pontiacos koras auf Glasinstrumenten.

Ein selbstgefertigtes, riesiges Schlappophon war auch dabei: Mit blitzartigem Tempo ließ Grobmeier die Schlappen auf die Pfeifen niederprasseln. Laute Bravo-Rufe gab es für dieses Solo, aber auch für das auf der Klarinette. Die Saiten- und Ethno-Instrumente beherrscht Peter Knoll aus dem Effeff. Frank Wendeberg sitzt an den Drums - vorwiegend, denn die drei wechseln auf ihrer Reise durch Afrika, Asien und Australien die Instrumente oft. Hatte Museumsleiter Michael Ritz anfänglich noch Bedenken bezüglich der Besucherzahl, fanden sich doch rund Hundert Fans zum Konzert ein.

Ein Top-Jahresabschluss


"Das Konzert hat was", lobte Ritz. Tatsächlich ist ihm mit Pura Crema ein Top-Jahresabschluss im Schloss gelungen. Und das erlebte in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe bemerkenswerter Programme: Beginnend mit dem Jazzfrühschoppen, über Michael Altinger, Desiree Nick, die Vilskultur, Lizzy Aumeier, Sissi Perlinger und die Pasttyme Companye bis zu Pura Crema. Nimmt man den Besucherzuspruch als Maßstab, dann hat das Jahresprogramm in Sachen Unterhaltung den Geschmack getroffen.
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