SPD vor Ort in Theuern
Schloss als Mammutaufgabe

Kultur
Kümmersbruck
02.04.2016
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Die SPD-Kreistagsfraktion will sich für die Fortsetzung des Weges "pro Kulturschloss Theuern" einsetzen. Ihr Sprecher Winfried Franz bezeichnete das Sanierungskonzept als Grundlage für Erhalt und Weiterentwicklung.

Theuern. Museumsleiter Michael Ritz stellte den Mitgliedern von Kreistagsfraktion und -vorstand der SPD die laufenden Aktionen des Museums und seiner Außenstellen vor. "Wir sind sehr gut gebucht", erklärte er und führte sowohl Auftritte bekannter Künstler als auch viele Hochzeiten an.

Bei der Begehung zeigte Diplom-Ingenieur Hubert Saradeth, Sachgebietsleiter Gebäudemanagement beim Landkreis, die dringenden Sanierungsarbeiten im Schloss auf. Sie gliederten sich in die drei Bauabschnitte Nord- und Westtrakt, Südtrakt und Hauptgebäude.

Beim ersten Abschnitt stehe unter anderem die Sanierung des Gewölbes im ehemaligen Schweinestall an. Es dürften laut Landesamt für Denkmalpflege nur standsichere Gewölbe-Teile rückgebaut werden, die wieder zu ergänzen seien, sagte Saradeth.

Der genaue Umfang könne erst nach der vollständigen Freilegung des Mauerwerks und in Absprache mit dem Landratsamt festgestellt werden. Die statische Sanierung des Dachstuhls bedinge die Erneuerung der Dacheindeckung, der Dämmung und des Blitzschutzes. Im Südtrakt müsse zur barrierefreien Erschließung der Säle ein Aufzug eingebaut werden. Notwendig sei zudem die Sanierung der Ausgabeküche am großen Saal und der WC-Anlagen im Erdgeschoss. Weitere Maßnahmen: Erneuerung der Heizungsanlage, Umstellung auf LED-Technik, Sanierung des Putzes und neuer Anstich der Fassade.

Im ehemaligen Pferdestall sei eine Sanierung nur durch den Teilabbruch des schadhaften Gewölbeteils und dessen Wiederaufbau möglich. Beim Hauptgebäude stehe die statische und brandschutzphysikalische Sanierung des Dachstuhls mit Erneuerung der Dacheindeckung an, ebenso Dämmung, neuer Putz und Blitzschutz (auch am Jägerhaus). Die SPD thematisierte auch die Kosten, die rund sieben Millionen Euro betragen werden. Es gebe viele Töpfe, die das Landratsamt auch nutze, informierte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl, der im Landesdenkmalrat sitz. Er versprach, sich mit dem Landesamt für Denkmalschutz in Verbindung zu setzen.

Bezirksrat Richard Gaßner erklärte, dass das in seiner jetzigen Form 1782 erbaut Schloss nach dem Krieg Unterkunft für viele Flüchtlinge war. SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann meinte, das Kulturschloss könnte sich zusammen mit dem Bergbau- und Industriemuseum zu einem nordbayerischen Veranstaltungsforum entwickeln.
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