Alle dürfen mitreden

Lokales
Kümmersbruck
02.12.2014
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Erst waren in Lengenfeld nur die Trainingsplätze des ASV Haselmühl, dann kamen das Siedlerheim und die Halle des Geflügelzuchtvereins dazu, schließlich der Waldkindergarten: Inzwischen ist dieser Bereich stark frequentiert, womit anfänglich niemand gerechnet hatte.

Die Fußballer fahren direkt zum Trainingsgelände, quasi bis hinters Tor, die Kinder werden von ihren Eltern täglich in den Waldkindergarten gebracht - und die Zufahrt von der Staatsstraße 2165 her ist ab dem Bauhof nicht einmal richtig befestigt.

Deshalb machen sich die Verantwortlichen schon länger Gedanken darüber, wie man die Straße herrichten soll - jetzt war dies ein Thema im Gemeinderat. Am besten wäre eine Asphaltierung, meinte Manfred Moser (SPD). Er hatte das Thema aufgebracht, indem er sich nach dem aktuellen Sachstand erkundigt hatte.

Bürgermeister Roland Strehl versprach: "Wir werden uns mit allen Anliegern zusammensetzen, um mit den Nutzern über ein Gesamtkonzept zu reden, wie wir Zu- und Abfahrt gestalten können." Dies soll noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.

"Wir sind uns einig, dass da etwas gemacht werden muss", lautete die Bilanz des Gemeindechefs zum Punkt "Konzept zur Umsetzung des geplanten Neubaues betreuten Wohnens zwischen dem Rathaus und dem AWO Seniorenzentrum". Zunächst gelte es aber, zu klären, ob Bedarf für diese Wohnform besteht. Von Experten gebe es dazu widersprüchliche Aussagen - bis hin zu der Prognose, dass dieser Ansatz keine große Zukunft hat. Veronika Frenzel (SPD) ist anderer Meinung: Sie sieht im betreuten Wohnen sehr wohl eine Chance. Für Strehl wären aber auch andere Konzepte wie seniorengerechte Wohnungen denkbar, um die Bedürfnisse von Senioren in der Gemeinde bestmöglich zu erfüllen.

Mit diesem Thema soll sich jetzt der Ausschuss für demografische Entwicklung und Soziales befassen. Dabei sollen Experten pro und kontra betreutes Wohnen zu Wort kommen. Der Bau und der Betrieb einer solchen Einrichtung sind aus Sicht der Verwaltung nicht Aufgabe einer Gemeinde, sondern von Investoren. Hier seien bereits intensive Gespräche geführt worden, auch mit der Amberger Stadtbau, der Gewerbebau Amberg und der Firma Nova. "Wir werden Investoren zum Bau finden", versicherte der Bürgermeister. "Natürlich muss bei der Ausführung durch Investoren gesichert sein, dass die Zielvorgabe der Gemeinde eingehalten wird."

Der "Vollzug des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG)", der als weiterer Punkt auf der Tagesordnung stand, war an sich nur ein formeller Akt. Dabei ging es um die Anerkennung des Bedarfs an KinderbetreuungsPlätzen für 2014/15, die jährlich neu fällig ist. Auch diesmal gab es keinen Widerspruch dagegen.

Anerkannt wurden 110 Plätze für Kinder bis zur Einschulung, 12 für die Kinderkrippe (ein bis drei Jahre) sowie 27 Plätze für die Schul- und Ferien-Betreuung im Kindergarten St. Antonius. Im Kindergarten St. Raphael sind das 75 Plätze bis zur Einschulung, 12 für die Ferienbetreuung und 24 für die Krippe. Im Kindergarten St. Nikolaus (Theuern) sind 40 Plätze anerkannt und 5 für die Ferienbetreuung. Im Kindergarten Arche Noah sind es 83 Plätze für Kinder bis zur Einschulung, 25 für die Hausaufgabenbetreuung und 36 für die Kinderkrippe. Im Waldkindergarten sind 28 Plätze vorhanden.
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