Als die Kümmersbrucker 1995 ihre Arche Noah
Himmlische Arche Noah

Lokales
Kümmersbruck
04.07.2015
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eröffneten, handelte es sich um einen üblichen Kindergarten. Jetzt, 20 Jahre später, hat die Einrichtung viel mehr zu bieten. Sehr viel mehr.

(e) Mittlerweile gibt es im Haus drei Krippen für unter Dreijährige und drei Gruppen für die Kindergartenkinder. Sogar Schüler werden hier betreut. Leiterin Klaudia Meindl hat in der Kindertagesstätte seit 2001 das Sagen und ist Chefin von 23 Kolleginnen. Die 20-Jahr-Feier steht an der Schulstraße heute als Sommerfest auf dem Programm.

"Bessere Familienpolitik"

Die Planungen für den Bau hatten 1994 begonnen, im Oktober 1995 erfolgte der offizielle Start: "Und damit übergebe ich im Namen der Gemeinde Kümmersbruck diesen Kindergarten dem Betriebsträger und den Kindern und betrachte die Maßnahme als guten Beitrag für eine bessere Familienpolitik in Kümmersbruck", sagte der damalige Bürgermeister Richard Gaßner bei der Einweihung. Anfang 1994 hatte die Gemeinde der Diakonie die Betriebsträgerschaft angetragen, Architekt Armin Müller plante einen zweigeschossigen Bau mit Räumen für sechs Vereine im Untergeschoss und mit dem Kindergarten darüber. Es entstand schließlich eine großzügige Anlage mit vier Gruppenräumen für 100 Mädchen und Buben. Im Sommer 1994 begannen die Bauarbeiten, im März 1995 wurde Richtfest gefeiert, am 4. September 1995 übernahmen Heike Steger und ihr Team den Betrieb, offizielle Einweihung war am 22. Oktober 1995. Fortan beherrschte quirliges Leben den Kindergarten und das Gelände, für 17 000 Euro wurde im Oktober 2000 ein Spielhaus gebaut.

Im September 2001 übernahm Klaudia Meindl mit zehn Kolleginnen den damals viergruppigen Kindergarten. Der Elternbeirat hatte den Bau mit 12 000 Euro unterstützt. 2008 machten sich auch in der Arche Noah die deutlich nachlassenden Geburten in der Gemeinde bemerkbar, gleichzeitig aber stieg die Nachfrage nach Krippenplätzen. Um diesem Wandel Rechnung zu tragen, wurde eine Gruppe geschlossen und in Krippenplätze umgewandelt.

Anbau für Krippen

Im September 2009 erfolgte die Eröffnung der neuen Krippe mit zwölf Plätzen. Später bekamen die beiden Krippengruppen ein eigenes Gebäude. Die Lage des Haupteingangs sollte an der Kurt Schumacher Straße sein, dies wurde aber von der Nachbarschaft wegen angeblicher Lärmbelästigung abgelehnt. Der Hauptzugang wurde daraufhin zum Spielplatz hin verlegt. Nach der Umplanung, der Erteilung der Baugenehmigung und der Zusage der Förderung durch die Regierung der Oberpfalz begann Mitte 2013 der Aushub der Baugrube, am 25. Juni 2013 war der Rohbau fertig und es wurde Richtfest gefeiert.

Es ging zügig voran mit dem Innenausbau, ab Anfang September füllten 24 Zwergerl die neuen Räume, am 22. November 2013 war Einweihung. "Die Kinder sollen sich himmlisch wohlfühlen", war der Wunsch von Pfarrer Roland Böhmländer. "Gut begleitet sollen sie werden, Geborgenheit finden und Menschlichkeit lernen", sagte Pfarrer Wolfgang Bauer. Die Wünsche gingen in Erfüllung.
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