Am Nelkenweg ziehen zwei Asylbewerber-Familien ein
Appell: Flüchtlinge als Nachbarn begrüßen

Lokales
Kümmersbruck
24.09.2015
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Stimmt das Gerücht, dass in der Nachbarschaft Asylbewerber ungebracht werden? Danach erkundigte sich eine Kümmersbruckerin aus dem Nelkenweg in der Bürgerfragestunde am Dienstag zu Beginn der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause.

Wenn dem so sei, meinte die Frau, sollte man die Anwohner vorher darüber informieren. Bürgermeister Roland Strehl bestätigte daraufhin, dass in einem Anwesen am Nelkenweg tatsächlich Flüchtlinge untergebracht werden sollen - wohl schon in dieser Woche.

Es handele sich um ein Gebäude, das der Besitzer den Behörden zu diesem Zweck angeboten habe. Die Gemeinde sei in die beabsichtigte dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden nur insoweit eingebunden, als sie befragt werde, ob dagegen schwerwiegende Bedenken bestehen, erläuterte Strehl. Weil dies nicht der Fall ist, sollen in dem Haus nun zwei Familien, bestehend aus insgesamt zehn Personen, eine Bleibe finden.

"Ich denke, dass wir damit gut fahren", betonte Strehl. Der Bürgermeister lud die Anwohner dazu ein, gemeinsam mit der Gemeinde Kontakt zu den neuen Nachbarn aufzunehmen und sie in Kümmersbruck willkommen zu heißen.
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