Brieftaubenverein feiert Geburtstag: Beim Kommersabend werden Vereinsmeister und Jubilare geehrt
Mit 110 Jahren noch höchst aktiv

Lokales
Kümmersbruck
13.11.2014
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Schon seit 110 Jahren züchten, hegen und pflegen beim Brieftaubenverein 05042 Amberg Mitglieder ihre Tiere: Das wird jetzt, am Samstag, 15. November, groß gefeiert. Eingebunden ist in die Festveranstaltung wird die Ehrung der Vereinsmeister und langjähriger Mitglieder.

Vier Generationen

110 Jahre Brieftaubensport in Amberg und Kümmersbruck - diese Zeitspanne umfasst vier Generationen. Selbst Kriege konnten die Liebe zu den Brieftauben allenfalls vorübergehend stoppen, aber nicht beenden. Echte Kameradschaft, die Liebe zum Tier, der ausgeprägte Wille, den Brieftaubensport aufrechtzuerhalten: Das führen die Brieftaubenzüchter als ihre Triebfeder ins Feld. Wenn die Tauberer am Samstag in Kümmersbruck ihren Kommersabend feiern, dann wird sicher auch die Rede sein von der Gründung, 1904 in der damaligen Wirtschaft Oberndorfer. Aber auch von der Vielzahl von Vereinsmeistern (50) seit 1955, von den frühen Problemen, die Tauben zu ihren Auflassplätzen zu bringen. Bis schließlich der Transport 1962 von der Schiene auf die Straße verlegt wurde.

Von Entfernungen zwischen 100, 850 (Le Havre) oder 800 Kilometern (Harwich/England) kamen die Brieftauben meist wieder zurück. Bis heute weiß niemand genau, wie das funktioniert. Vom Maiselbräu verlegte der Verein 1992 seinen Sitz nach Paulsdorf zum Aschenbrenner. Dann folgten zahlreiche Ausstellungen.

Elektronische Zeitmessung

Ein neues Zeitalter, ja geradezu ein Quantensprung, war die Einführung des Tauben-Identifikations- und Preisflug-Echtzeit-System (Tipes), das den gesamten Brieftaubensport revolutionierte. Fortan mussten die Vögel nicht mehr bei der Ankunft gefangen werden, um den elektronischen Ring zu bekommen. Die genaue Ankunftszeit wird durch ein elektronisches Exemplar über die Einflugantenne registriert. 05042 Brieftaube Amberg hat viele Veranstaltungen regional und überregional organisiert, stellt sich auch nach 110 Jahren als aktiver Verein vor.

Freilich ist, wie Vorsitzender Gerhard Ignatz sagt, die Freude nicht ungetrübt: Jugendlichen falle es heute offenbar immer schwerer, sich mit so einem intensiven Hobby zu identifizieren. Doch "wer einmal damit in Berührung gekommen ist, der macht das sein Leben lang", behauptet der Vorsitzende.
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