Brücke bekommt Verstärkung

Lokales
Kümmersbruck
12.06.2015
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Jetzt soll es schnell gehen. Muss es auch: Die Brücke über den Krumbach in Gärmersdorf kann nicht mehr länger in dem Zustand bleiben, in dem sie ist. Bis klar ist, was mit ihr genau geschieht, wird sie durch einen Auflieger stabilisiert.

Verwaltungsleiter Wolfgang Roggenhofer brachte das Thema im Gemeinderat zur Sprache. Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben informierte er darüber, dass Bürgermeister Roland Strehl im Zuge einer Eilentscheidung die zunächst vorübergehende Ertüchtigung der Brücke in Auftrag gegeben hat. Einen solchen Schritt lässt die Gemeindeordnung ausdrücklich zu, wenn die Zeit drängt. Das tut sie - nicht nur wegen des schlechten Zustands des Bauwerks, sondern auch, weil dafür eine Förderung möglich ist, die aber bis August beantragt werden muss.

Nicht mehr aufschiebbar

Was genau mit dem Bauwerk geschehen soll, muss erst noch geklärt werden. Dafür soll ein Fachbüro eingeschaltet werden. Letztlich sei das Problem das gleiche wie in Theuern, erläuterte Bauamtsleiter Werner Bauriedl, für den das Thema nicht neu ist: "Als ich bei der Gemeinde angefangen habe, war diese Brücke schon im Investitionsprogramm drin", ihre Erneuerung sei dann aber immer wieder verschoben worden. In Zusammenhang mit der Umleitung wegen der Sperrung der Kreisstraße AS 27 habe ein Statiker festgestellt, dass man nun tätig werden muss.

"Wir müssen uns diesem Thema jetzt mit Riesenschritten nähern, sonst kommen wir in Haftungsfragen rein", merkte Bürgermeister Strehl dazu an. Ein Neubau ist wohl nötig - ähnlich wie der bereits geplante in Theuern, wenngleich er in Gärmersdorf deutlich kleinere Ausmaße hat und damit auch nicht die finanziellen Dimensionen wie an der Vils.

Genauer beziffern konnte Bauriedl die Kosten noch nicht, zunächst müsse eine Planung in Auftrag gegeben werden. Strehl geht davon aus, dass Sanierung/Neubau 2017 über die Bühne gehen. Um das Bauwerk bis dahin auch für Lkw nutzbar zu machen, hat Strehl entschieden, es übergangsweise durch eine spezielle Auflieger-Konstruktion zu sichern. Dies ist wichtig, weil es wegen der Sperrung der AS 27 die einzige Ausweichroute für Lastwagen in diesem Ortsteil ist.

Zunächst ein Provisorium

Den Auftrag für das Provisorium von knapp über 44 000 Euro hat die Ammerthaler Firma Englhard bekommen. Sie soll die Brücke nun in den nächsten Tagen verstärken. Die Kosten dafür teilen sich die Gemeinde Kümmersbruck und der Landkreis, weil die Maßnahme eine Folge des laufenden gemeinsamen Ausbaus der AS 27 ist.
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