Das große Bangen kehrt zurück

Lokales
Kümmersbruck
31.03.2015
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Nur noch heute gibt es eine EU-weite Milchquote. Ab morgen gelten die Gesetze des freien Markts. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) entwickelte deshalb ein Krisenkonzept.

Mit dem Auslaufen der EU-Milchquote werden nach den Erfahrungen des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) nicht deren strukturelle Defizite, die eine inkonsequente Handhabung zu Folge gehabt hätten, beseitigt. Deshalb legte die Interessenvertretung mit einem Krisenmanagement-Konzept eigene Vorschläge für ein effizientes Sicherheitsnetz für den EU-Milchmarkt vor.

Europaabgeordneter Ismail Ertug traf (SPD) kam vor diesem Hintergrund zu einem Gedankenaustausch mit örtlichen Landwirten auf dem Hof von Helmut Graf in Lengenfeld zusammen. Nach der Einschätzung des BDM werden die nächsten Monate entscheidend sein. Demnach dürfte sich die aktuell günstige Marktsituation nach dem Fall der Quote drehen, wenn das Aufkommen innerhalb EU stärker steige als die globale Nachfrage. Schon geringfügige Verschiebungen könnten erhebliche Auswirkungen haben.

Das von dem Verband erstellte Krisenmanagement-Konzept wolle deshalb ein effizientes Sicherheitsnetz knüpfen, das die Milchviehhalter in die Verantwortung für den Markt nehmen wolle. Die Politik sei gefordert, sich unvoreingenommen mit diesen Vorschlägen zu beschäftigen und einzubringen. Eine Ablehnung ohne entsprechende Alternativvorschläge ist aus der Sicht des BDM nicht akzeptabel, da nach wie vor die Milchbauern das Hauptrisiko der Marktentwicklung tragen. Ertug, Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl und Bezirksrat Richard Gaßner (alle SPD) diskutierten mit örtlichen Landwirten die von ihrem Interessenverband ins Gespräch gebrachten Vorschläge. (Im Blickpunkt)
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