Das Hochwasser bändigen

Lokales
Kümmersbruck
10.10.2015
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Das Wasserwirtschaftsamt Weiden plant derzeit den Hochwasserschutz für den Ortsteil Theuern. Die bevorzugte Variante und das weitere Vorgehen wurden nun beim Schlosswirt öffentlich gemacht.

Im Zuge der Vorentwurfsplanung wurden verschiedene mögliche Varianten untersucht. Die Vorzugsvariante wurde dem Gemeinderat Kümmersbruck in seiner April-Sitzung vorgestellt. Der hatte einstimmig für die Umsetzung der Maßnahme gestimmt. Der Tenor: Alle Beteiligten sollten frühzeitig mit eingebunden werden.

Deiche und Mauern

Bei der Vorstellung am Mittwoch waren der stellvertretende Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamtes Weiden (WWA), Dr. Hans Weiß, Fachbereichsleiter Wasserbau und Gewässerentwicklung, Andreas Ettl, Johannes Pausch, Projektbearbeiter Hochwasserschutz Theuern, und Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl dabei. Der Ortsteil Theuern ist bei einem Hundertjährigen Hochwasser von Überschwemmungen betroffen. Aus diesem Grund hat die Behörde gemeinsam mit der Gemeinde Kümmersbruck in einem Vorentwurf die Möglichkeiten für einen baulichen Hochwasserschutz untersucht. Bei dem zu schützenden Bereich, so wurde bei dem Treffen in Theuern erklärt, handelt es sich um den Ortskern von Theuern. An der Vils, im Bereich des Schlosses von Theuern westlich der Vils sowie entlang der Vilstalstraße am nördöstlichen Vilsufer, wurden verschiedene Varianten untersucht. Ein kompletter Hochwasserschutz sei mit technischen Maßnahmen wie Deichen, Mauern, mobilen Elementen und der zugehörigen Binnenentwässerung wirtschaftlich machbar, erklärten die Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes. Nordöstlich der Vils, entlang der Vilstalstraße, seien nur vereinzelt Anwesen betroffen, für die ein Objektschutz vorgesehen wäre. Die Vilstalstraße selbst wird bei einem Extremhochwasser überflutet. Aufgrund dieser Erkenntnisse verfolgt das Amt die Planungen weiter.

Die Behörde hat Ende August mit einer Ausschreibung von Planungsleistungen für den Hochwasserschutz Theuern das europaweite VOF-Verfahren eingeleitet. Dieses, so erklärten die Experten, sei in zwei Phasen unterteilt: In der ersten werden aus den interessierten Ingenieurbüros die am besten geeigneten für die zweite Stufe ausgewählt. In diesem wird den Ingenieurbüros die Gelegenheit gegeben, ihre Ideen vor einer fachkundigen Jury zu erläutern. Diese besteht aus Mitarbeitern des WWA und Vertretern der Gemeinde.
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