Das Jubiläum ist gebacken

Lokales
Kümmersbruck
20.11.2015
0
0

Seine 650-Jahr-Feier im kommenden Jahr kriegt der Heimat- und Kulturverein in Köfering gebacken. Schon im September hat die Gemeinde grünes Licht zum Bau eines Brotbackofens gegeben, der im April/Mai 2016 fertig sein und im Juni in Betrieb gehen soll.

Auf der Grünfläche zwischen Bushäuschen und Trauerweide soll der Ofen errichtet werden. Er soll dann, obwohl der Heimat- und Kulturverein der Träger ist, grundsätzlich dem ganzen Dorf nach Bedarf zur Verfügung stehen. Auch als Kommunikationsplatz für Köfering sieht Bürgermeister Roland Strehl diese Einrichtung.

Die hat natürlich ihren Preis: Der Heimat- und Kulturverein (HKV) beziffert die Nettobaukosten auf rund 15 300 Euro und hat bei der Gemeinde einen Zuschuss gemäß der üblichen gemeindlichen Förderung gestellt. Damit hatte sich nun der Haupt- und Finanzausschuss zu beschäftigen. Dort gab es keine große Debatte über die 15-prozentige Förderung: "Könnte mir vorstellen, dass wir dem näher treten", sagte Bürgermeister Strehl. Der Ausschuss konnte das auch und gewährte schließlich 2295 Euro.

Zwei Defis sind nicht genug

Zwei Defibrillatoren, kurz Defi genannt, gibt es in Kümmersbruck. Einer hat seinen Standplatz zentral, neben der Sparkasse in Haselmühl, einer beim Hallenbad, und ein weiterer soll demnächst in Theuern angebracht werden. Ob und wie oft das Exemplar neben der Sparkasse schon eingesetzt wurde, dazu gibt es keine Zahlen - das hat Markus Graf (CSU) auf Nachfrage erfahren.

Aber das spielt letztlich keine große Rolle, denn das lebensrettende Gerät soll einfach zur Verfügung stehen, wenn es gebraucht wird. Das Lebensalter eines Defis hängt von der regelmäßigen Wartung ab. Laut Christiane Purschke von der Verwaltung ist beabsichtigt, ein Netz von Defibrillatoren in der Gemeinde aufzubauen, was auch im Sinne des Bürgermeisters ist. Der will in den Haushalt 2016 rund 15 000 Euro für die Grundausstattung mit Defibrillatoren aufnehmen. Ziel ist, dass in jedem Ortsteil ein solches Gerät steht.

An frequentierten Orten

Zu überlegen sind nach Strehls Ansicht aber die Standorte. "Sie sollen auf jeden Fall an Plätzen mit der meisten Frequenz stehen", wünschte sich Josef Flierl (SPD). Dass bei manchen Bürgern Vorurteile und Unsicherheit bei der Bedienung der Defibrillatoren bestehen, will Hans Hartinger (SPD) festgestellt haben. Ein Vorschlag war, bei Bürgerversammlungen jeweils ein solches leicht zu bedienendes Gerät vorzustellen, um die Menschen mit dem Umgang vertraut machen und ihnen so mögliche Unsicherheiten zu nehmen.

Erste-Hilfe-Kurse in Sachen Defi anzubieten, wäre laut Renate Amrhein (CSU) eine Möglichkeit. Sollten Geräte neben Feuerwehren, Bauhof oder ähnlichen Einrichtungen aufgestellt werden, sollte auch das Personal dort entsprechend geschult werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9729)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.