Das Kreuz mit dem Verkehr

Lokales
Kümmersbruck
28.03.2015
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Die Schulstraße wird immer mehr zu einem Nadelöhr in Kümmersbruck. Das ist aber nur ein Thema, mit dem sich der Bau- und Verkehrsausschuss beschäftigt hat.

Novum in der Geschichte des Kümmersbrucker Gemeinderates: Mit 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm leitete erstmals eine Frau eine Gremiums-Sitzung. Die begann mit einer Ortsbesichtigung in der Glockenstraße 3. Für dieses Grundstück hat der Bauherr eine Bauvoranfrage eingereicht - der aber war kein Erfolg beschieden. Gegen die vier Stimmen der SPD hat die Mehrheit von fünf Stimmen der CSU dieses Vorhaben abgelehnt. "Wegen der städtebaulichen Entwicklung" könne man dem Vorhaben nicht zustimmen, meinte die Verwaltung.

Diskutiert wurde über einen von 30 Anwohnern unterschriebenen Antrag auf eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Schulstraße. Es handelt sich nach Meinung der Anwohner um ein immer mehr frequentiertes Straßenstück. An sich schon unübersichtlich mit einem schmalen Bürgersteig, zusätzlich belastet durch den Omnibusverkehr. Die Gemeinde hat dazu eine Untersuchung mit der Polizei und dem Busbetreiber angestellt.

Die Anfrage wird auf die nächste Sitzung am 5. Mai vertagt, weil bis dahin geprüft werden soll, ob der Busverkehr aus der Schulstraße genommen werden kann. Dagegen sprach sich Franz Kölbl (SPD) aus: "Wir machen da ein Fass auf, da werden wir nicht mehr fertig. Es werden auch andere Straßen kommen."

Netto will vergrößern

Vergrößern will sich in Haselmühl der Netto-Markt, der schon mal angefragt hat. Das Unternehmen will den Markt umbauen und vergrößern, dabei sollen auch mehr Parkplätze entstehen - die Grundstücksfragen seien geklärt, so hieß es. Dagegen gab es keine Einwände. Die Bundeswehr investiert in ihren Standort Schweppermannkaserne, so teilte Bauamtsleiter Werner Bauriedl mit. Das Staatliche Bauamt habe die Gemeinde um Zustimmung gebeten für Sanierungsarbeiten in der Kaserne. Während der Arbeiten sollen Bürocontainer und zehn Fertiggaragen sollen im Kasernenbereich installiert werden, darüber hinaus wurde eine Nutzungsänderung für das Gebäude 2 eingereicht. In einem anderen Gebäude seien hygienische Sofortmaßnahmen erforderlich. Der Ausschuss hat zugestimmt.

Als "begrüßenswerte Aktion, weil keine Gaststätte da ist", bezeichnete Birgit Singer-Grimm die Bauvoranfrage von Ines und Erich Pechtl aus dem Mühlweg 3 in Lengenfeld. Sie wollen eine solche im Erdgeschoss einbauen. Keine Einwände gab es auch gegen die Bauvoranfrage von Tobias Birner aus Amberg, Birner will in der Hegnerstraße in Theuern ein Einfamilienwohnhaus bauen. Ein anderes Vorhaben hingegen "sprengt komplett den Rahmen", sagte Werner Bauriedl zur Bauvoranfrage von Corinna und Stefan Singer aus Ebermannsdorf, die an der Schwarzeckstraße 5 in Theuern planen.

Das geplante zweigeschossige Gebäude mit Pult- und Satteldach am Michelsberg entspricht nicht dem aktuellen Bebauungsplan, der Antrag wurde deshalb zunächst zurückgestellt und soll nach einer Ortsbesichtigung vor der nächsten Ausschusssitzung neu behandelt werden.
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