Das richtige Zuhause fürs Alter

Lokales
Kümmersbruck
06.02.2015
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Die veränderten Altersstrukturen verlangen nach alternativen Wohnformen für Senioren. Wie sollen die Kümmersbruck aussehen? Darüber hat sich der neue Ausschuss für demografische Entwicklung und Soziales Gedanken gemacht.

Bei der Diskussion ging es um das Wohnen im Alter, speziell in der Gemeinde: Betreutes Wohnen, ambulante Gemeinschaft, behindertengerechte Wohnanlagen, Mehrgenerationenhaus, ambulant betreutes Logieren daheim, Seniorenwohnheim - möglich ist auf diesem Gebiet viel. "Wo geht die Tendenz in Kümmersbruck hin"? wollte Bürgermeister Roland Strehl vom Ausschuss wissen. Bekanntlich besitzt die Gemeinde zwischen AWO-Seniorenheim und Rathaus ein prominent gelegenes Grundstück, auf dem seniorengerechte Einrichtungen vorstellbar sind.

Das Gremium sondierte nun die Möglichkeiten. Die Tendenz ging in Richtung seniorengerechte Appartements plus betreutes Wohnen. Ein Investor zum Bauen sei durchaus zu finden, meinte Strehl. Ein Träger zum betreuten oder behindertengerechten Wohnen müsse aber ebenfalls mit ins Boot geholt werden. Nötig sei dazu allerdings ein schlüssiges Konzept: Das, sagte Strehl, müsse von der Gemeinde kommen.

Acht bis zehn Appartements für betreutes Wohnen, daneben aber auch seniorengerechte Räume unter einem Dach, diese Mischung hält der Bürgermeister in einem neuen Haus für ideal. Über das Wie, Wann und Wer wird im Gemeinderat sicher noch ausgiebig diskutiert. Fest steht für den Ausschuss, dass sich durch die steigende Lebenserwartung auch die Chance weiter erhöht, im Alter noch viele Jahre zu Hause bleiben zu können. Lebensformen der Zukunft müssten deshalb grundsätzlich die Voraussetzungen für den Verbleib in den eigenen vier Wänden und damit möglichst große Selbstständigkeit schaffen.

Das entspricht auch den Erfahrungen von Andrea Motzel, der Leiterin des AWO-Seniorenzentrums Antonius in Kümmersbruck. Sie sah den Grundsatz "ambulant vor stationär" als aktuell an. Sie sieht "für betreutes Wohnen in Kümmersbruck keinen Bedarf". Die Menschen wollten so lange wie möglich zu Hause bleiben - in ländlicher Umgebung noch mehr als in der Großstadt.

Wer betreut wohnt, hat eine eigene Wohnung und ist in der Regel über Miet- oder Kaufvertrag verpflichtet, Betreuungs-Offerten wie zentraler Notruf, Dienst- und Pflegeleistungen von einem bestimmten Anbieter anzunehmen. Das ist allerdings auch eine Frage des Geldes.
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