Der Trend geht zum Zweitweg

Lokales
Kümmersbruck
09.05.2015
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Die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades ist für Kümmersbruck ein Mammutprojekt. Das um sich herum nun auch noch ein paar weitere Umgestaltungen nach sich zieht.

Im Bau- und Verkehrsausschuss rückte diesmal der Fußweg in den Blickpunkt; er führt an der Bibliothek und hinter der Dreifachturnhalle vorbei zum Hallenbadparkplatz. Er bleibt zwar bestehen, wird künftig aber nur mehr zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Ein neuer Weg, geteert und rund drei Meter breit, soll Passanten von der Bibliothek in Richtung Häuserrückseite Gabelsberger Straße und von dort zum Parkplatz bringen: Diese Verlegung der Fußgänger-Verbindung unterhalb der Rudolf-Scheuerer-Halle beschloss der Ausschuss einstimmig. Einen neuen Platz bekommen unterhalb der Halle auch der Schulgarten und ein vergrößerter Pausenhof. Eine ganze Reihe von Bauanträgen und -voranfragen standen ebenfalls zur Debatte. Nicht alle passierten glatt des Gremium, einige wurden nur mit Auflagen genehmigt:

Letztere ist im Fall von Priscilla Zepeda Diaz und Andreas Schreiner ein Stellplatz. Die beiden wollen in der Hammergutstraße in Haselmühl ein Wohnhaus mit Garage und Carport errichten. Ihre Pläne verstoßen gegen die Stellplatz-Satzung: Sie muss eingehalten werden.

Mit der gleichen Auflage wurde das Projekt von Christine und Andreas Schmeiler genehmigt. Sie müssen beim Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage am Nelkenweg ebenfalls den Stauraum einhalten.

Das Landratsamt soll das letzte Wort haben bei einem Projekt von Christian Boes in Köfering. Er will aus dem Getränkemarkt, Haager Straße 16, ein Billardcafé machen. Die Gemeinde würde dem grundsätzlich zustimmen - wenn hier mindestens 14 Stellplätze nachgewiesen werden.

Mittlerweile hat es offenbar Probleme mit dem dafür vorgesehen Grund und dessen Besitzer gegeben. Daraus sei ein privatrechtliche Angelegenheit geworden, erfuhr der Ausschuss. Weil es auch um eine mögliche Lärmbelästigung für die Nachbarn geht, soll nun die Rechtsaufsicht des Landratsamtes tätig werden, entschied der Ausschuss.

Keine Bedenken gab es gegen die Vorhaben von Daniel Fischer (Tektur zum Neubau eines Milchvieh-Laufstalles und Güllegrube), Sonja und Johannes Finsterer (Errichtung eines Wohnhauses mit Doppelgarage, Vilstalstraße 87) sowie Gisela und Bernhard März (Einfamilienhaus mit Doppelgarage, Bachweg). Durchgewunken wurden ferner Anträge von Florian Schafberger (Dachgeschoss-Ausbau, Anzengruberstraße) sowie Stephanie und Markus Graf (Wohnhaus-Anbau, Amberger Straße 19).

Im Freistellungsverfahren wurde der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Baugebiet Köfering-Süd durch Anja Schindler und Matthias Lücke bekanntgegeben. Grünes Licht bekamen Stefanie Lobenhofer und Harald Ernst (Neubau eines Schuppens, Rauberweiherstraße/Theuern).

Nicht genehmigt wurde dagegen eine Einzäunung des Grundstückes Wilhelm-Högner-Straße 16 in Kümmersbruck, die Birgit und Ingo Edenharter beantragt hatten - einen zwei Meter hohen Stabgitterzaun. Den hielt der Ausschuss zwar für grundsätzlich möglich, aber nicht in dieser Höhe. Erlaubt wurden schließlich maximal 1,20 Meter.
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