Duo Elena Neubauer und Roland Nitzbon präsentiert in Kümmersbruck Musik aus Klassik und Romantik
Ein Genuss, diesmal vor großem Auditorium

Diesmal nicht in Abendgarderobe, sondern bayerisch gewandet: Roland Nitzbon und Elena Neubauer waren wieder zu Gast in Kümmersbruck, diesmal mit klassischen und romantischen Werken. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
16.06.2015
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Bereits im März hatte das Duo Elena Neubauer, Jahrgang 1991 und Diplommusiklehrerin, und Roland Nitzbon, Jahrgang 1990 und freischaffender Kirchenmusiker, bei "Kunst, Kultur, Kümmersbruck" mit Musik aus der Barockzeit überzeugt. Jetzt kamen Musikfreunde erneut in den Genuss, das junge Duo erleben zu dürfen, in der Reihe "Kümmersbruck hört Musik".

Diesmal hörten die im Gegensatz zur Premiere zahlreichen Besucher im Gemeindesaal Werke aus der Zeit der Klassik und Romantik, von Gluck bis Robert Schumann. Nicht wie beim März-Auftritt in Frack und Abendkleid, sondern bayerisch gewandet traten Elena Neubauer und Roland Nitzbon nun auf - das machte auch fürs Auge was her.

Witzig: Lob der Faulheit

Roland Nitzbon hat bereits mit neun Jahren das Klavierspielen angefangen, dann mit zehn das Orgelspielen autodidaktisch erlernt und es mittlerweile zu einer anerkannten Größe gebracht. Er begleitete Elena Neubauer, die mit ihrer klaren, deutlichen Sopranstimme eine Reihe von Liedern vortrug, unterbrochen von kleinen Instrumentalstücken. Als recht informativ entpuppten sich dabei die kurzen, einführenden Hinweise bei einem kurzweiligen Abend. Neubauer und Nitzbon präsentierten Bekanntes und weniger Bekanntes aus Klassik und Romantik. "Die Sommernacht" von Christoph Willibald Gluck passte trefflich zu den meteorologischen Gegebenheiten draußen. Von Joseph Haydn stammt das harmonisch-witzige "Lob der Faulheit", für die Liedkunst von Wolfgang Amadeus Mozart standen "Abendempfindung" sowie "Frühlingsanfang".

"Väter, hütet eure Töchter"

Für Ludwig van Beethoven hatten die Akteure explizit "Ich liebe dich" ausgewählt, womöglich Beethovens Huldigung an eine seiner Klavierschülerinnen, wie es bei den überleitenden Erklärungen zu erfahren war. Von Mozarts heiterer "Warnung" ("Väter, hütet eure Töchter, die Zuckerschnecken") bis hin zu Franz Schuberts im Eis erstarrenden "Leiermann", dem angeblich letzten Lied seiner "Winterreise", reichte das weitere Programm. Dem Künstler-Duo ist es zweifelsohne gelungen, das Publikum zurückzuführen in die Epoche der bedeutenden Musikschaffenden unseres Landes, bis hin zum beeindruckenden "Der arme Peter" von Robert Schumann, der den Liederreigen schließlich beendete.

Virtuos auch beim Solo

Elena Neubauer demonstrierte ihr virtuoses Können auch mit zwei Solostücken für Querflöte von Michel Blavet und Johann Joachim Quantz. Roland Nitzbon spielte auf seinem elektrischen Klavier die Sonate G-Dur Op. 49 Nr. 2 und den ersten Satz der Mondscheinsonate Beethovens. Klavier und Querflöte erklangen auch gemeinsam, in "Trumpet voluntary" von Johan Stanley .

Trotz aller Möglichkeiten der Elektronik: Es wäre schön, wenn die Gemeinde bei solchen Anlässen über einen Flügel verfügen könnte.
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