Edmund Kaiser feiert seinen 85. Geburtstag - Gesundheitlich topfit - Jubilar betet allabendlich ...
Der Zufall führt den Jubilar nach Reinbrunn

Bürgermeister Roland Strehl (links) gratulierte Edmund Kaiser (Zweiter von rechts) zum Geburtstag. Mit im Bild: Kaisers Ehefrau Margarete und VdK-Vorsitzender Johann Hecht. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
23.02.2015
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Nur fünf Kilometer von Schönsee entfernt wurde Edmund Kaiser 1930 in Plöß geboren - das war damals noch das Sudetenland. Am Freitag feierte er seinen 85. Geburtstag, die Unterhaltung mit ihm ist auch ein Stückchen Geschichtsunterricht.

In den Skoda-Werken in Pilsen erlernte er nach der Volksschule ab September 1944 den Beruf des Werkzeugmachers. Wegen des ständigen Fliegeralarms und der Bombardierung des Werkes, so schildert er drastisch, machte er sich im April 1945 nur mit einem Koffer unter dem Arm als 15-Jähriger auf den gefährlichen Weg nach Hause in Plöß. Mitten durch die Frontlinie, aber man ließ den Jungspund unbehelligt ziehen.

In ganz Süddeutschland

Im Sommer 1945 wurden er und seine Eltern aus Plöß vertrieben, sie landeten im benachbarten Dietersdorf bei Schönsee. Zuerst machte er in Nittenau eine Lehre als Huf- und Wagenschmied, arbeitete ab 1950 bei der Firma Mennicke in Nürnberg als Monteur im öffentlichen Wasserleitungsbau und war dabei im gesamten süddeutschen Raum tätig. Der Zufall führe ihn 1954 auch nach Reinbrunn bei Ursensollen, wo der Anschluss an die Trinkwasserversorgung erfolgte, und geradewegs in die Hände der dort lebenden Margarete Zimmermann.

Diamantene Hochzeit

Am 25. November 1954 heiratete das Paar. Aus der Ehe gingen die Kinder Georgina, Edmund, Gerhard, Michael, Karl-Heinz und Robert hervor. Im November vergangenen Jahres feierten die Eheleute ihre diamantene Hochzeit. Zum 85. Geburtstag gratulierten auch Dominik, Manuel, Nico und Nadine ihrem Opa. Von 1961 bis 1992 hatte Edmund Kaiser als Werkzeugmacher und Monteur im Rohrleitungsbau bei den Stadtwerken in Amberg gearbeitet. Der Jubilar kann für sich einen ungemein guten Gesundheitszustand in Anspruch nehmen: Er sei nie richtig krank gewesen, hatte keinen nennenswerten Arbeitsausfall, erzählte er seinen Gratulanten. 1960 hatte er in der Godelmannsiedlung ein Haus gebaut. Woran's liegt, dass er im Alter von 85 Jahren noch gesundheitlich so fit ist, weiß er nicht. Ein Rezept dafür hat er nicht, vielleicht liegt's daran: "Ich bete jeden Abend einen Rosenkranz", so der Jubilar. An seinem Geburtstag kam er erst spät dazu, denn Bürgermeister Roland Strehl gratulierte ebenso wie Vertreter der Kolpingsfamilie, der Marianische Männerkongregation, des OGV Haselmühl, des Siedlerbunds Haselmühl, des VdK und des Heimatvereins aus Plöß.
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