Ein Engel für die Senioren

Lokales
Kümmersbruck
05.12.2015
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Ehrungen hat sie an sich nicht so gern. Dankbarkeit ist ihr Lohn genug. Diesmal allerdings konnte Carola Dirschka nicht anders: Im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg wurde ihr besondere Aufmerksamkeit zuteil.

Üblicherweise ist sie damit beschäftigt, Veranstaltungen für Senioren zu organisieren und zu betreuen. Carola Dirschka (Jahrgang 1950) steht hinter Verkaufsständen oder schenkt Kaffee aus. Oder sie ist schlicht und einfach in Sachen Nächstenhilfe unterwegs. Und das schon seit einem Jahrzehnt. Dafür hat sie Gesundheitsministerin Melanie Huml mit der Auszeichnung "Weißer Engel" geehrt.

Den Preis verdient

Bürgermeister Roland Strehl begleitete die Kümmersbruckerin zu der Feierstunde. Er weiß, "wie sehr Carola Dirschka diesen Preis verdient hat". Die Ministerin hob in ihrer Laudatio Dirschkas ehrenamtliches Schaffen hervor. Sie erinnerte daran, dass die Altenpflegerin im November 2004 das Seniorennetzwerk Kümmersbruck gegründet hat und praktisch vom Start weg bis heute Vorsitzende des Vereins ist. Inzwischen sei die Zahl der Mitglieder auf rund 100 gewachsen und es hätten bislang mehr als 200 erfolgreiche Veranstaltungen für Senioren stattgefunden, lobte Huml: "Die Vorträge und Referenten werden von Frau Dirschka ausgesucht und engagiert, die Angebote von Informationen über Ernährung, Bankgeschäfte und barrierefreies Wohnen bis hin zu Rheumavorträgen und Demenzforen werden dankbar angenommen."

Die Ministerin wies auch darauf hin, dass Dirschka zudem direkte Hilfe in betroffenen Familien leistet. "Regelmäßig geht sie für ältere Menschen einkaufen, pflegt Bettlägerige, erledigt mit hilfsbedürftigen Menschen Arztbesuche." Außerdem organisiere die Kümmersbruckerin das jährliche Landkreis-Demenzforum, setze sich seit vielen Jahren für Menschen mit Demenz ein und unterstütze mit großem Einsatz Angehörige bei der Pflege.

Stets offene Ohren

Ihre telefonische Beratung in Sachen Pflegestufe, ihr "stets offenes Ohr für die Anliegen und Probleme kranker und hilfloser Menschen sowie deren Angehörige" hob die Ministerin ebenfalls hervor. Ihre "Hartnäckigkeit, wenn sie für Senioren etwas erreichen will" nannte die Ministerin bemerkenswert. All dies sei Anlass genug für die Auszeichnung.
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