Eine Stimme für Senioren

Bürgermeister Roland Strehl (links) und Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer (rechts) fragen: "Wer macht mit?" Zusagen für ein Engagement im Seniorenbeirat gibt es bereits von (ab Zweiter von links) Paul Wied, Hans Michl und Walter Jäger. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
18.10.2014
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Mitreden, mitgestalten und mitmachen. Kümmersbruck macht ernst und will einen Seniorenbeirat gründen, der die Gemeinde oder andere Einrichtungen auf Probleme älterer Menschen aufmerksam macht.

Kümmersbruck wirbt schon lange als "seniorenfreundliche Gemeinde" und hat ein funktionierendes Netzwerk für Ältere. Dass es zudem auch eines Seniorenbeirates bedarf, darüber war sich der Gemeinderat bereits im Sommer einig. Folgerichtig wurde eine Satzung über einen Seniorenbeirat in der Gemeinde erlassen mit der Kernaussage: "Aufgabe des Beirates ist es, den Gemeinderat, dessen Ausschüsse sowie die Gemeindeverwaltung in Fragen der Altenhilfe zu beraten."

Wünsche formulieren

Das heißt im Klartext, wie Bürgermeister Roland Strehl und Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer bei einem Pressegespräch wissen ließen, dass der Beirat Interessenvertreter der älteren Mitbürger sein soll, direkt mit eingreifen kann und Wünsche, Anliegen sowie Vorschläge zum Wohle der älteren Menschen unmittelbar und direkt vorbringen kann. Jetzt heißt es, die inhaltliche Vorgabe personell umzusetzen und ihr Leben einzuhauchen.

Senioren ab 65 Jahren gibt es in Kümmersbruck relativ viele - über 1900 Einwohner konkret. Das sind laut Wolfgang Roggenhofer gut 20 Prozent der Bevölkerung. Deshalb, so muntern Bürgermeister und Verwaltung auf, heißt es mitmachen: "Sagen Sie uns, was die älteren Menschen von einer seniorenfreundlichen Gemeinde erwarten", fordert Strehl die Kümmersbrucker auf.

Das "ideale Mitglied" des künftigen Seniorenbeirates sollte am Umfeld und dem Leben im Ort interessiert sein, es sollte aktiv im Gemeindeleben eingebunden sein und den Umgang mit anderen Menschen nicht scheuen.

Die Arbeit des Beirates ist ehrenamtlich. Die Zahl der Mitglieder ist für höchstens neun Personen empfehlenswert - mehr sind aber auch nicht ausgeschlossen. Eng verzahnt sein sollte der Seniorenbeirat mit Bürgermeister und Seniorenbeauftragten im Rathaus.

Für den Beirat gibt es ein Rederecht im Gemeinderat und seinen Ausschüssen wenn es um Themen für ältere Menschen geht. Hinweise auf Missstände (beispielsweise Barrierefreiheit, öffentliche Toiletten, Randsteinabsenkungen) oder Anregungen (Neuerungen und Verbesserungen) und konkrete Anfragen bei der Verwaltung seniorenspezifischer Art gehören in das Anforderungsprofil des Beirates.

Gründung noch heuer

Nun gilt es mitzumachen: Bis Samstag, 15. November, sollen sich interessierte Senioren in der Gemeindeverwaltung (Tel. 7080 oder 708-10) melden. Es soll noch heuer eine Gründung erfolgen und schließlich im kommenden Jahr die Auftaktveranstaltung sein. Der Anfang ist jedenfalls gemacht: Paul Wied (Haselmühl), Hans Michl (Penkhof) und Walter Jäger (Kümmersbruck) sind erste Pioniere. Bürgermeister Roland Strehl gehört sozusagen von Amts wegen dazu.
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