Eins schöner als das andere

Kinder haben - im doppelten Wortsinn - ihren ganz eigenen Blickwinkel auf die preisgekrönten Langohren. Bild: e
Lokales
Kümmersbruck
15.11.2015
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Seit Jahrtausenden gibt es Kaninchen. So gesehen ist der Kaninchenzuchtverein B 742 Amberg und Umgebung mit seinen 110 Jahren geradezu taufrisch. Gegründet wurde er am 12. März 1905 in Amberg.

110 Jahre planmäßige und erfolgreiche Zucht und Haltung: Dahinter stecken verantwortungsvolle Arbeit, großes, persönliches Engagement, ein Fortbestand trotz zweier Kriege - all dies feierte der Verein am Wochenende mit einer Rassekaninchen-Gemeinschaftsschau.

Erstmals auch Burgunder

Zusammen mit dem Kreisverband II Sulzbach-Rosenberg, mit Züchtern aus Hirschau, Königstein, Sulzbach-Rosenberg und Schlicht präsentierte er im Heim des Geflügelzuchtvereins 140 Rassekaninchen aus 15 verschieden Rassen- und Farbenschlägen: Blaue Wiener, Rote Neuseeländer, Schwarzgrannen, Deutsche Kleinwidder, Castor Rexe waren dabei, erstmals auch Burgunder, wie Vorsitzender und Ausstellungsleiter Stefan Birner und Heinz Bauer wissen ließen.

Die Jury - Karl Schön, Hans Schiener und Ludwig Grillmeier (alle Gruppe Oberpfalz) - stand bei der Bewertung nach den Bestimmungen der Dachorganisation ZDRK vor knifflige Aufgaben, ging es doch um Zuchtgruppen, Bewertungen zwischen nicht befriedigend und vorzüglich, Meister bei Rasse oder Farbenschlag, Landes, Bezirks- und Kreisverbands-Ehrenpreis und Rasse-Sieger.

Alle Stars und topfit

Absolute Schönheiten standen zur Schau, alle Stars unter den Zuchtkaninchen. Schon vor der Bewertung hatten die Tiere ihre erste Prüfung bestanden - die von Veterinär Dr. Werner Pilz, der ihnen eine "super Konstitution und Gesundheit" attestierte. Landrat Richard Reisinger gratulierte den Züchtern. Bürgermeister Roland Strehl erinnerte daran, dass der Verein B 742 einer der ersten seiner Art gewesen sei und freute sich, dass er inzwischen Dauergast in Kümmersbruck ist.

Altbürgermeister und Fördermitglied Richard Gaßner lobte den Beitrag der Aktiven zum Tierschutz, MdL Reinhold Strobl die organisatorische Arbeit. Für den Bezirk gratulierte dessen Zuchtwart Albert Zwicknagel. Alle beglückten mit Spenden auch den Schatzmeister. Stefan Birner gab Grundsätzliches zum Besten: "Was vor 110 Jahren noch ganz alltäglich war, hat heute ganz andere Wertigkeiten: Die Erzeugung von Fleisch, Fell und Wolle war das ursprüngliche Ziel der Kaninchenzucht."

Entspannendes Hobby

Diese habe sich inzwischen zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung entwickelt, die den Aktiven Entspannung und Zufriedenheit bringe. "Ebenso gibt sie uns die Möglichkeit, die Natur mit ihrem wunderbaren Rhythmus zu beobachten und an ihr teilzuhaben."
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