Einsatzkräfte setzen auf Kraft der Liebe
Kühe für die Stiere

Am Montag konnten die Helfer insgesamt sechs der am Sonntagabend ausgebüxten Stiere dingfest machen, aber zwei von ihnen gelang zum zweiten Mal die Flucht. Bild: Steinbacher
Lokales
Kümmersbruck
23.09.2014
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In der Nacht fing die Feuerwehr noch drei weitere ausgebüxte Stiere bei Penkhof ein und lieferte die betäubten Tiere beim Halter ab. Allerdings waren da zwei der am Nachmittag erwischten Rinder schon wieder ausgebrochen. Am Dienstag setzte man auf ein natürliches Lockmittel.

Bis 23 Uhr waren die 25 Feuerwehrleute aus Kümmersbruck und Haselmühl am Montag im Einsatz, dann brachen sie die Suche nach den sieben noch herumstreunenden Stieren ab. Am Dienstag wurden sie erst einmal nicht gebraucht.

Der Halter der Tiere hatte mit deren Züchter gesprochen , von dem er sie erst vor vier Tagen bezogen hatte. Und der Züchter empfahl eine Methode, von der sich die Polizei laut Sprecher Dieter Muschler am Montag noch nicht viel versprochen hatte: Lockkühe. Der Züchter packte zwei davon ein und fuhr nach Kümmersbruck, wo er am frühen Nachmittag erwartet wird. Seiner Meinung nach wird der Sexualtrieb die Stiere - auch wenn sie erst ein Dreivierteljahr alt sind - zu den brüllenden Kühen lotsen.

Am Vormittag waren der Halter der Tiere und ein weiterer Landwirt unterwegs, um die flüchtigen Tiere zu orten. Unterstützung erhielten sie von der Bundeswehr aus der nahen Schweppermannkaserne, die im angrenzenden Übungsplatz zwei Jeeps Streife fahren ließ, um Bewegungen der Tiere Richtung B 85 melden zu können.

In der Nacht waren laut Polizeisprecher Muschler zwei Mal zwei Tiere bei Penkhof gesichtet worden, allerdings auf der Seite zur Vilstalstraße hin. Die Polizei zog auch einen Abschuss der Tiere in Erwägung, falls sie sich zu einer ernsten Gefährdung des Straßenverkehrs entwickelt hätten. Am Vormittag gab es freilich keine weiteren Hinweise darauf, zumal sich die Tiere nicht in der Nähe der Autobahn zeigten. Dort galt immer noch der Geschwindigkeitstrichter, der die Fahrzeuge bis auf 80 Kilometer pro Stunde herunterbremste. Auf der B 85 war auf 70 reduziert, ebenso wie auf der Vilstalstraße, wo aber die Beschränkung im Laufe des Vormittags aufgehoben wurde.
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