Erst mal nur halb so viele Bäume

Lokales
Kümmersbruck
30.01.2015
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Bislang war das Kümmersbrucker Hallenbad vom Parkplatz aus kaum zu sehen: Ein Problem, das mit der Neugestaltung der Außenanlagen gelöst werden soll. Deshalb ist der Gemeinderat auch zurückhaltend beim Thema Bäume.

Die Sanierung und Erweiterung des Bades liegt "gut im Zeitplan", wie Bürgermeister Roland Strehl am Dienstagabend im Gemeinderat berichtete. Nach derzeitigem Stand könne man die Einrichtung - dann mit einem weiteren Becken - wie geplant zum Schulbeginn 2015/16 eröffnen.

Bis dahin sollen auch die Außenanlagen fertig sein. Architekt Markus Maier informierte die Räte über die aktuelle Planung. Diese wurde, verbunden mit einigen kleineren Änderungswünschen, abgesegnet.

Eine Visitenkarte

Wie Maier sagte, umfassen die Außenanlagen insgesamt rund 2000 Quadratmeter, davon 700 m² befestigt und 1300 m² Grünfläche, in der Hauptsache Richtung Parkplatz. Von dort aus führt ein Zugang von rund 60 Metern Länge und sechs Metern Breite zu Turnhalle und Hallenbad.

Letzteres "wird eine Visitenkarte der Gemeinde", unterstrich der Bürgermeister. Behindertenparkplätze liegen künftig nahe am Bad, der Fußweg dorthin ist als Allee geplant. Zwölf Kugelakazien sollen diesen beleuchteten Zugang säumen.

Angst vor "grüner Wand"

Hier hakte Fraktionssprecher Manfred Moser (SPD) allerdings ein. Er hat Bedenken, dass zwölf Bäume zu viel wären - und später, wenn die Kronen größer sind, die Sicht auf das Hallenbad einschränken könnten: "Wir bekommen eine grüne Wand", fürchtet Moser.

Josef Vogl (CSU) schloss sich dieser Meinung an: "Wir müssen aufpassen, dass uns die Bäume nicht die Sicht nehmen." Deshalb votierte das Plenum dafür, rechts des Wegs zunächst nur jeden zweiten der ursprünglich geplanten Bäume zu pflanzen. Später könnte man dann ja immer noch auf die volle Zahl aufstocken, wenn man dies wolle.

Strom-Fass bleibt zu

Monika Paintner (CSU) erinnerte daran, dass vor dem Bad Bänke mit Lehnen aufgestellt werden sollten, die seniorengerecht - also etwas höher als üblich - sind. Ein Thema war auch die neue, rund 120 m² große Außenterrasse vor dem Bereich des neuen Aquafitbeckens.

Hans Hartinger (SPD) brachte einen bis dahin noch nicht beleuchteten Vorbehalt ins Spiel. "Wir müssen überlegen, ob wir überhaupt eine Außenterrasse machen sollten", denn genau über der geplanten Terrasse verlaufe eine Hochspannungsleitung: "Wer legt sich da drunter?" Dabei erinnerte Hartinger an viele Beschwerden und Vorbehalte von Bürgern, die neben oder unter Stromtrassen wohnen.

"Ich denke, die Terrasse wird nicht angenommen", prophezeite Hartinger und wollte seinen Einwand auch so protokolliert wissen. Peter Karzmarczyk (SPD) stieß ins gleiche Horn. Er wies darauf hin, dass es eine solche Stromleitung auch ein ständiges Summen von sich gebe und riet ebenfalls von der Terrasse ab.

"Dieses Fass machen wir nicht auf", konterte Stefan Roggenhofer (CSU): "Dann müssen wir uns einen neuen Standort fürs Bad suchen."
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