Fest ist kein Krippenspiel

Lokales
Kümmersbruck
27.12.2014
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"Hier wird kein Stück gespielt, hier gibt es keine Zuhörer und Zuschauer, hier ist jeder mittendrin": Weihnachten, das betonte Pfarrer Wolfgang Bauer in der Christmette, sei nicht etwas, das irgendwann einmal war, sondern es sei hier und jetzt.

In St. Wolfgang/St. Antonius Kümmersbruck nannte Bauer Weihnachten "das Fest der Sympathie Gottes mit uns". Gemeint sei damit freilich nicht, dass er jemanden sympathisch finde, sondern es gehe vielmehr um die ursprüngliche Bedeutung "sym-patheia", Mitleiden. Gott habe Sympathie für jeden einzelnen, ganz gleich, wer er ist. Das sei das "Bethlehem unserer Seele", sagte Bauer.

"Jede Kirche ist Bethlehem", erklärte der Geistliche - und auch jede gute und wohlwollende, tiefe Begegnung mit Menschen sei es. "Wir können nicht sitzen bleiben, wir müssen aufbrechen, uns auf den Weg machen hinaus in den Alltag." Papst Franziskus rufe die ganze Kirche dazu auf, aufzubrechen, um die Freude des Evangeliums zu teilen. "Ergreift als Christen die Initiative, bringt euch ein, seid kreativ, bietet den Menschen Gottes Freundschaft an", lautete sein Appell. Die Kirche müsse nach den Worten des Papstes ein "offenes Haus", dürfe "keine geschlossene Gesellschaft" sein. "Unsere Gemeinde, auch der Landkreis, haben Flüchtlinge aufgenommen: Wir wollen ihnen nicht mit Ablehnung, Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit begegnen", unterstrich Bauer. Weihnachten sei kein Krippenspiel, sondern "das Abenteuer des Aufbruchs Gottes zu den Menschen".
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